Mentale Stärke als Erfolgsfaktor: TK-Netzwerktreffen in Chemnitz
Artikel aus Sachsen
Gesundheit im Unternehmen entsteht nicht allein durch einzelne Angebote. Sie zeigt sich auch darin, wie Arbeit gestaltet wird, wie Führungskräfte mit Belastungen umgehen und ob Mitarbeitende Unterstützung erfahren. Mit der Frage, wie Führung zu einer gesunden, motivierenden und resilienten Arbeitsumgebung beitragen kann, beschäftigte sich das TK-Netzwerktreffen für Personalverantwortliche und Führungskräfte im Restaurant Pelzmühle in Chemnitz.
Für Roy Hadamietz, Teamleiter Hochschulteam Sachsen bei der TK, ist gesundheitsförderliche Führung ein wichtiger Ansatzpunkt, um die psychische Gesundheit im Arbeitsalltag zu stärken: "Mit unserem Netzwerktreffen möchten wir Personalverantwortlichen und Führungskräften konkrete Impulse und Kompetenzen für eine gesundheitsförderliche Mitarbeiterführung mitgeben. Gute Führung kann dazu beitragen, Belastungen frühzeitig wahrzunehmen, die psychische Gesundheit im Arbeitsalltag zu stärken und psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gesunderhaltung der Mitarbeitenden."
Eigene Ressourcen wahrnehmen und stärken
Wie wichtig es ist, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten, wurde beim Vortrag von Ex-Fußballprofi Daniel Engelbrecht "Vom Herzstillstand zum Neubeginn: Wie Hingabe, Motivation und Achtsamkeit Ihr Herzrasen in klare Zielerreichung verwandeln" deutlich. Er schilderte eindrucksvoll seinen persönlichen Weg zurück ins Leben und machte deutlich, dass mentale Stärke, Achtsamkeit und ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit entscheidend sein können - gerade in herausfordernden Lebens- und Arbeitssituationen.
Teamleistung
Damit wurde zugleich eine zentrale Botschaft des Treffens greifbar: Wer Verantwortung für andere übernimmt, sollte auch die eigenen Ressourcen kennen und die eigenen Grenzen ernst nehmen. Selbstfürsorge und gute Führung stehen nicht im Widerspruch zueinander, sondern bilden eine wichtige Grundlage für nachhaltige Leistungsfähigkeit.
Von der Erkenntnis zur Umsetzung
Dr. Sarah Siefen und Franz Hammer von BGM neo zeigten, wie sich mentale Ressourcen im Arbeitsalltag gezielt fördern lassen. In ihrem Beitrag "Vom Impuls zur Umsetzung: Mentale Ressourcen im Arbeitsalltag gestalten" ging es um konkrete Möglichkeiten, Führung gesundheitsförderlich auszurichten. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Wahrnehmung von Belastungen, eine wertschätzende Kommunikation und die Frage, wie Führungskräfte ihre Teams im Umgang mit Veränderungen und Druck unterstützen können.
BGM neo bringt in diesem Themenfeld besondere Erfahrung mit. Im Rahmen der Studie "Job & Gesundheit 2025" des SZ-Instituts wurde das Unternehmen in der Kategorie zur Kommunikation und Umsetzung geplanter betrieblicher Maßnahmen als "Bester" ausgezeichnet. In der Untersuchung wurden Anbieter unter anderem mit Blick auf unterschiedliche Bereiche des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Gesundheitsförderung verglichen. Die Auszeichnung unterstreicht den Anspruch, Gesundheit nicht nur konzeptionell zu betrachten, sondern Maßnahmen gemeinsam mit Unternehmen in die Praxis zu bringen.
Ein starkes Wir braucht ein starkes Ich
In interaktiven Arbeitseinheiten konnten die Teilnehmenden ihre eigenen Führungs- und Arbeitsrealitäten reflektieren. Sie tauschten Erfahrungen aus, diskutierten typische Herausforderungen und entwickelten konkrete nächste Schritte für eine gesundheitsorientierte Führung. So wurde aus den Impulsen ein praxisnaher Austausch, der unterschiedliche Perspektiven miteinander verband. Franz Hammer betonte dabei die Bedeutung gezielter Qualifizierung: "Wir schulen Führungskräfte darin, ihre eigene Rolle für die Gesundheit und Zusammenarbeit im Team bewusst wahrzunehmen. Dabei gilt: Ein starkes Wir braucht immer auch ein starkes Ich. Nur wenn Menschen ihre eigenen Ressourcen kennen und stärken, können sie gemeinsam als Team nachhaltig erfolgreich sein."
Mentale Gesundheit
Mentale Stärke ist damit kein Nice-to-have, sondern eine wichtige Voraussetzung für gesundes Arbeiten, gute Zusammenarbeit und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Gesundheitsförderliche Führung beginnt bei der eigenen Haltung - und wird im täglichen Miteinander konkret sichtbar.