Zudem gaben knapp 60 Prozent der befragten Mitteldeutschen an, dass sie häufig länger online seien als geplant. Über die Hälfte der Befragten hat öfter das Gefühl, sich durch das Internet von anderen Dingen ablenken zu lassen. In einer Zeit, in der Smartphone, Tablet und Co. zum festen Bestandteil des Lebens gehören und besonders jetzt, da sich der Kontakt zu Familien und Freunden pandemiebedingt noch mehr aufs Digitale verlagert hat, sind die Ergebnisse nicht verwunderlich.

Dauersurfen belastet Psyche und Körper

Gleichzeitig müssen die Herausforderungen des digitaler werdenden Lebens - so normal sie auch sein mögen - thematisiert und bearbeitet werden. Aus der Forsa-Befragung entstand deswegen die Digitalkompetenzstudie "Schalt‘ mal ab, Deutschland!".

Darin wird deutlich, dass Vielsurfer, also Menschen, die fünf Stunden am Tag und mehr online sind, häufiger von psychischen Belastungen wie Nervosität und depressiven Verstimmungen betroffen sind. Auch körperliche Beschwerden wie Nacken- und Rückenschmerzen nehmen mit der Dauer des Online-Seins zu.

In der Freizeit wird bewusst abgeschaltet

Ob nun aus besonderem Gesundheitsbewusstsein oder weil sie schlicht Lust dazu haben: Mit 94 Prozent der Befragten gaben in Mitteldeutschland mit Abstand die meisten Menschen an, möglichst wenig Freizeit im Internet zu verbringen. Bundesweit sagten das 87 Prozent der Befragten.

Damit die immer stärkere digitale Unterstützung nicht zu Lasten der Gesundheit geht, sind genau dieser Ausgleich und ein bewusster, kritischer Blick auf unser Digitalverhalten wichtig. Dafür können feste Regeln und Rituale wie "medienfreie Zeit" auch für Erwachsene eine Orientierung geben. Gleichzeitig unterstützen wir damit die Digitalkompetenz der Kinder, denn die besten Helfer sind gute Vorbilder.

Digitalkompetenz-Studie "Schalt mal ab, Deutschland!"

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