Fast Food: mit Vorsicht zu genießen

Fast Food - "schnelles Essen" - ist längst Bestandteil unserer Esskultur. Nicht nur Burger, Currywurst oder Pommes frites gelten als Fast Food. Auch das belegte Brötchen, Fischfrikadellen und Suppendrinks gehören dazu.

Zum Fast Food rechnet man auch Pizzen und Fertigsalate. All diesen Speisen sind im Nu zubereitet und sättigen schnell. Neben den Inhaltsstoffen - meist viel Fett und Salz, wenige Ballaststoffe - und der Zubereitung ist die Art, wie gegessen wird, typisch: eine Fast Food-Mahlzeit wird nicht in Ruhe genossen, sondern schnell vertilgt, oft im Stehen, Gehen oder vor dem Computer. Fast Food hat vor allem für Berufstätige während der kurzen Mittagspause an Bedeutung gewonnen. Aber auch Kinder und Jugendliche lieben neben dem Geschmack die unkomplizierte Form der Nahrungsaufnahme.

Mangelerscheinungen von zu viel Fast Food

Dem "klassischen" Fast Food fehlt es in der Regel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Fett- und Salzgehalt sind meist besonders hoch. Deshalb wird Fast Food unter anderem als Mitverursacher von Mangelerscheinungen verantwortlich gemacht. Wer sich ausschließlich von Fast Food ernährt, isst zu einseitig und kann auf längere Sicht Mangelerscheinungen davontragen.

Eine wissenschaftliche Studie zeigte zudem, dass ein häufiger Fast Food-Verzehr über vier Wochen nicht nur zu einer Gewichtszunahme führte (die Energieaufnahme stieg um durchschnittlich 70 Prozent). Auch das Enzym Serum-Aminotransferase (ALT) war stark erhöht, und zwar auf Werte, die sonst nur bei Menschen gemessen werden, die hohe Mengen an Alkohol trinken.  ALT ist ein Indikator für Leberschäden. Ein maßvoller Umgang mit Fast Food scheint daher angebracht.

Fast Food ist nicht automatisch ungesund

Doch Fast Food ist nicht gleich Fast Food. Inhaltsstoffe und Qualität können je nach Produkt und Zubereitungsart sehr unterschiedlich sein.  Daher ist eine pauschale Aussage sehr schwierig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) rät - wenn es schnell gehen muss - zu solchen Fast Food-Produkten, die möglichst viel Getreide wie Brot oder Nudeln, frisches Gemüse, Obst oder Salat und wenig Fett enthalten. Gegen ein mit nicht zu fettem Käse, Tomaten und einem Salatblatt belegtes Baguette ist wenig einzuwenden. Eine chinesische Gemüse-Reis-Pfanne oder ein Döner Kebab mit Putenfleisch, Gemüse und Joghurtsoße sind als energiereiche Hauptmahlzeiten ebenfalls akzeptabel. Eher vitaminarme Fast Food-Mahlzeiten sollten stets durch einen Gemüse-Snack, Obst oder frische Säfte ausgeglichen werden.

Tipp: Wer mittags fast nie in Ruhe essen kann, sollte sich am Abend und am Wochenende die Zeit für eine geruhsame Mahlzeit nehmen. Denn langsames, genussvolles Essen ist gesund und trägt zur Entspannung bei.