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Es gibt viele gute Gründe, zu hochhackigen Schuhen zu greifen: So sorgen Sie zum Beispiel  für eine elegante Haltung, die Po und Beine betont. Und auch die anziehende Wirkung, die Frauen mit hohen Hacken auf Männer haben, wurde bereits in mehreren Studien bewiesen. Kleinere Frauen schätzen zudem die Extrazentimeter an Körpergröße, die ihnen die Schuhe verleihen.

Oftmals sehen die Trägerinnen dabei über Schmerzen hinweg, die die enge Passform und die unnatürliche Körperhaltung hervorrufen. Wir fragen uns: Ist das ein notwendiges Übel oder können wir High Heels auch schmerzfrei tragen?

Schuhe mit Risiken und Nebenwirkungen

Die Liste der Risiken durch das Tragen von hochhackigen Schuhen ist lang - die Blase gehört da noch zu den harmloseren Folgen. Diese ist schließlich nach kurzer Zeit verheilt. Je nachdem, wie regelmäßig Sie auf hohen Hacken laufen, können die Schäden Sie noch weitaus langfristiger begleiten - bis zu einem Leben lang. Hier bekommen Sie einen Überblick:

  • Die hohen Absätze können den Blutfluss in den Venen behindern und zu Krampfadern oder anderen Durchblutungsstörungen führen.

  • Das ständige Hohlkreuz kann Rücken- und Nackenschmerzen hervorrufen.

  • Auch die Knie werden stärker beansprucht als beim Laufen in flachen Schuhen. Langfristig steigt dadurch das Risiko einer Kniearthrose.

  • Durch die erhöhte Position der Ferse wird die Wade nicht wie gewohnt durchgestreckt. Auf Dauer kann das zu einer Verkürzung der Wadenmuskulatur führen.

  • Beim Tragen von hohen Absätzen wird das Gewicht auf den Vorderfuß verlagert. Eine Haltung, die Hammerzehen und die Fußfehlstellung Hallux Valgus begünstigt.

Wie schon gesagt: Die Liste ist lang - und liest sich, als sollten wir künftig einen großen Bogen um die hohen Absätze machen. Aber keine Sorge: Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Risiken abwenden oder zumindest minimieren.

Je mehr Abwechslung desto besser

Ob die genannten Probleme auftreten oder nicht, hängt stark damit zusammen, wie häufig Sie die High Heels tragen. Ein gesundes Maß muss da jeder für sich selber finden - allerdings gilt auch hier wie so oft im Leben: Weniger ist mehr. Orthopäden raten ohnehin zu wechselndem Schuhwerk. Das verhindert, dass der Fuß sich an eine Stellung gewöhnt, und trainiert Bänder, Knochen und Muskeln.

Auch barfuß laufen ist gesund. Klappt das mit dem Verzicht auf die hohen Hacken mal nicht so gut, können Sie zumindest den Beschwerden entgegenwirken, beispielsweise durch Dehnübungen für die Wadenmuskulatur.

Wie hoch ist noch gesund?

Großen Einfluss darauf, ob Beschwerden auftreten oder nicht, hat natürlich auch der Schuh selbst. Zunächst mal spielt es eine wichtige Rolle, wie hoch der Absatz ist. High Heels mit über zehn Zentimeter Absatz bergen logischerweise größere Risiken als Pumps, die nur halb so hoch sind. Bis drei Zentimeter gelten Absätze übrigens aus gesundheitlicher Sicht als unbedenklich. Hinzu kommt die Absatzart, die darüber entscheidet, wie sich das Gewicht verteilt: Auf Keil- oder Blockabsätzen laufen Sie sehr viel bequemer als beispielsweise auf dünnen Stilettos.

Tipps & Tricks gegen schmerzende Füße

Egal wie gut der Absatzschuh sitzt: Tragen Sie ihn von morgens bis abends wie etwa auf einer Messe oder einer Hochzeit, wird aufgrund der ungewohnten Gewichtsverlagerung auch er irgendwann anfangen zu drücken. Um dem entgegenzuwirken, können Sie Ihr Schuhwerk mit kleinen Gelpolstern oder Einlagen präparieren, die den Fuß an der Hacke und den Ballen entlasten.

Viele Models schwören außerdem darauf, sich die dritte und vierte Zehe - vom großen Zeh aus gesehen - mit hautfreundlichem Klebeband zusammenzutapen. Dadurch wird der Nerv, der sich zwischen diesen beiden Zehen befindet, weniger strapaziert. Der beste „Trick“ gegen schmerzende Füße ist aber immer noch, ein flaches Paar Schuhe als Ersatz dabeizuhaben. Kurzfristig kann Ihnen das den Abend retten - langfristig die Gesundheit Ihrer Füße.