Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

 "Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. In der heutigen Zeit vor allem hervorgerufen durch Bewegungsmangel, aber auch das einseitige Belasten am Arbeitsplatz und Übergewicht sind wichtige Risikofaktoren für die Rückengesundheit", erklärt Beate Helbig, Sportwissenschaftlerin bei der TK. "Sport und Bewegung sind daher feste Bestandteile in der Therapie von Rückenerkrankungen und ideal, um Rückenbeschwerden vorzubeugen. Auch wenn es Menschen in körperlich anstrengenden Berufen verständlicherweise schwer fällt, nach Feierabend noch an Bewegung zu denken, ist auch für sie ein ausgleichendes Training wichtig."

Rücken - bewegen oder schonen?

Viele Rückenschmerz-Patienten und -Patientinnen denken, dass sie sich schonen müssten, die Wirbelsäule immer schön gerade halten und vor allem keine falsche Bewegung machen dürften, um ihren Rücken nicht zu schädigen. Außerdem weit verbreitet: der Mythos, ein Bandscheibenvorfall sei gefährlich, und der Irrglaube, dass Personen, die im Beruf schwer heben müssen, sich fast unausweichlich ein Rückenleiden einhandeln.

Es gibt keine falschen Bewegungen für den Rücken

Mittlerweile weiß man jedoch, dass es keine "falschen" Bewegungen gibt. Ob eine Bewegung schmerzhafte Folgen hat, hängt davon ab, wie belastbar der Körper gerade ist. Statt sich zu schonen, sollte man sich möglichst vielfältig bewegen, die persönliche Belastungsgrenze herausfinden und behutsam erweitern. Selbst ein Bandscheibenvorfall ist in der Regel kein Grund zum Fürchten. Bandscheibenschäden heilen in den meisten Fällen auch ohne Therapie aus und hinterlassen keine bleibenden Schäden.

Das Tragen schwerer Lasten kann dem Rücken zwar schaden, doch Möbelpacker sind unter Patienten mit chronischen Rückenbeschwerden eher unterrepräsentiert. Viele Studien haben dagegen nachgewiesen, dass es neben dem verbreiteten Bewegungsmangel vor allem die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz sind, die Rückenschmerzen verursachen.

Prävention gegen Rückenschmerzen

Ein trainierter Rücken kann auch plötzlichen ungewohnten Belastungen, die sich im Alltag nicht immer vermeiden lassen, besser standhalten.

Fitnees-Schultern-Rücken Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Ein trainierter Rücken kann auch plötzlichen ungewohnten Belastungen, die sich im Alltag nicht immer vermeiden lassen, besser standhalten.

Wann sollte ich mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Eine Rückenschmerzattacke lässt sich durchaus mit Selbsthilfemaßnahmen behandeln - vorausgesetzt, man ist über das Beschwerdebild Rückenschmerzen gut informiert und in der Lage, die Qualität der Schmerzen einzuschätzen. Die Fälle, in denen ärztliche Hilfe bei Rückenschmerzen unverzichtbar ist, sind eher selten. Bei diesen Symptomen sollten Sie mit Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen:

  • ein schlechtes Allgemeinbefinden,
  • ausgeprägte Lähmungen,
  • starke Schmerzen, die über drei Tage konstant anhalten oder zunehmen.

Zu welchem Arzt sollte ich mit Rückenschmerzen gehen?

Die Ursachen für Rückenschmerzen können verschiedene Gründe haben, womit hier verschiedene Ärzte oder Ärztinnen in Frage kommen. Daher ist die Hausarztpraxis in der Regel eine gute erste Anlaufstelle bei Rückenproblemen. Dieser wird den Patienten oder die Patientin gegebenenfalls zu einem Orthopäden oder einer Orthopädin überweisen, der/die auf den menschlichen Bewegungsapparat spezialisiert sind. Ist die Ursache für Rückenschmerzen aber im Bereich der Nerven verortet, kann auch die Neurologie die richtige Fachrichtung sein. 

Unkomplizierte Rückenschmerzen ...

... wie zum Beispiel bei Verspannungen oder einem Hexenschuss sind dagegen bewegungsabhängige Rückenschmerzen. Das heißt, sie verstärken sich bei bestimmten Bewegungen und lassen in Ruheposition nach. Abgesehen von den Rückenschmerzen und der eingeschränkten Beweglichkeit sind die Betroffenen aber in guter körperlicher Verfassung.

Als Faustregel gilt: Wenn starke Schmerzen auch nach drei Tagen unvermindert andauern, sollten ihre Ursachen ärztlich abgeklärt werden.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Gesund­heit zum Hören

Podcast: Volkskrankheit Rückenschmerzen. Was tun, wenn das Kreuz schmerzt?

Wie unterscheiden sich akute und chronische Rückenschmerzen?

In der Medizin werden Rückenschmerzen vom Schmerzbeginn bis etwa zum 30. Tag als akut eingestuft. Dauern sie länger als drei Monate an, gelten sie als chronisch. 

Akute Rückenschmerzen

Meist schon nach ein bis zwei Wochen, spätestens aber nach acht Wochen sind 80 Prozent der Patienten:innen, die zum ersten Mal akute Rückenschmerzen haben, unabhängig von der Behandlung wieder beschwerdefrei. Nach drei Monaten sind es sogar über 90 Prozent.

Trotz guter Selbstheilungstendenz ist die Rückfallquote bei Rückenschmerzen innerhalb des ersten Jahres sehr hoch. Etwa 30 Prozent der Patienten:innen erleiden innerhalb eines Jahres einen Rückfall. Je häufiger es zu Rückfällen kommt und je länger die akuten Phasen andauern, desto höher ist das Risiko chronischer Beschwerden.

Chronische Rückenschmerzen

Bei weniger als zehn Prozent aller Rückenschmerzpatienten:innen zeichnet sich schließlich eine Chronifizierung ab. Das bedeutet, die Betroffenen leiden über längere Zeit ihres Lebens an Rückenschmerzen. Die Behandlung chronischer Schmerzen ist schwierig und langwierig. Daher ist es eines der wichtigsten Ziele der Rückenschmerztherapie, chronischen Rückenbeschwerden vorzubeugen.