TK-DepressionsCoach

Der TK-DepressionsCoach ist ein digitales Behandlungsangebot für Erwachsene mit leichten bis mittelgradigen Depressionen. Die Bewertung der Wirksamkeit und Teilnehmerzufriedenheit setzt ein klares Zeichen für die Online-Therapie.

 

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TK-DepressionsCoach 2017 - AbschlussberichtKann eine Online-Beratung gegen Depressionen helfen? Der von der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse entwickelte TK-DepressionsCoach verbindet klassische psychologische Therapie mit den Vorteilen neuer Medien. Er ermöglicht den Teilnehmern, jederzeit und von zuhause aus etwas für ihre Gesundheit zu tun.

 

Im April 2014 ging das Angebot erstmals online. Während die ersten 1.000 TK-Versicherten das Angebot nutzten, wurde zeitgleich erforscht, wie wirksam das Programm ist und wie zufrieden die Teilnehmer - auch mit den langfristigen Erfolgen - sind. Die Auswertung zeigt, dass es den Teilnehmern deutlich besser geht, und sie den Coach als große Hilfe erleben. Das Fazit: Online-Interventionen bei Depressionen sind in einem deutschen Versorgungssetting effektiv durchführbar.

 

Abschlussbericht (PDF, 978 KB)

 

Zusammenfassung Studienaufbau

Eine Stichprobe von 1.089 Teilnehmern des TK-DepressionsCoaches wurde in zwei Varianten evaluiert. Ein Teil bekam regelmäßige individuelle Betreuung durch eine psychologische Beraterin, der andere Teil ein automatisiertes Feedback und Kontakt bei Bedarf. Mittels Fragebögen vor und nach der Intervention, sowie drei, sechs und zwölf Monate später wurden auch die langfristigen Effekte untersucht. Damit handelt es sich um die derzeit größte deutsche Online-Therapie-Studie unter Versorgungsbedingungen.

 

Wichtigste Ergebnisse

Die Teilnehmer äußerten eine hohe Zufriedenheit mit dem Programm, wobei die Versicherten mit individueller Betreuung wesentlich zufriedener waren (89 Prozent gegenüber 79 Prozent gegenüber den Teilnehmern mit Kontakt bei Bedarf). Zudem würden sie das Programm auch häufiger weiterempfehlen (82 Prozent gegenüber 70 Prozent).

 

Hinsichtlich der Wirksamkeit haben sich signifikante und langanhaltende Verminderungen der depressiven Symptome, aber auch der sogenannten Sekundär-Outcomes wie Angst und Grübeln ergeben. Das hat zur Folge, dass auch die Zahl der selbstberichteten Krankschreibungen und Krankheitstage der Teilnehmer gesunken ist.

 

Die Verbesserungen haben sich auch über den Zeitraum von einem Jahr nach der Online-Therapie weitestgehend stabil gehalten. Sie sind vergleichbar mit denen, die in face-to-face-Behandlungen erzielt werden.

 

Entlastung für Sprechzimmer

Prof. Dr. Christine Knaevelsrud, Professorin für klinisch-psychologische Intervention "Für leicht- bis mittelgradige Depressionen zeigt der psychotherapeutisch-gestützte DepressionsCoach vergleichbare Effekte wie die konventionelle Sprechzimmertherapie."

 

Prof. Dr. Christine Knaevelsrud, Professorin für klinisch-psychologische Intervention

 

Ausbau der Onlinetherapie möglich

Dr. Susanne Klein, Leiterin der Entwicklungsabteilung im TK-Versorgungsmanagement"Auch für schwere Diagnosen ist in Zukunft eine Online-Therapie denkbar. Die internationale Forschung zeigt uns, dass die Kombination von persönlicher Betreuung und neuen Medien hierbei durchaus gut funktioniert."

 

Dr. Susanne Klein, Leiterin der Entwicklungsabteilung im TK-Versorgungsmanagement

 

Mit den Ergebnissen der vorliegenden Studie und ihrer Umsetzung im sogenannten TK-DepressionsCoach 2.0 kann das Angebot für TK-Versicherte weiter verbessert und perspektivisch auch für schwerer belastete sowie jüngere Versicherte ausgebaut werden.

 

Kontakt

Laura HassingerTK-Pressestelle

Laura Hassinger

 

Telefon Telefonnummer:040 - 69 09-20 58

laura.hassinger@tk.de

 

 

Twitter www.twitter.com/TK_Presse

 

 

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