Arbeitsentgelt

Um Beiträge zu berechnen, müssen Sie das beitragspflichtige Arbeitsentgelt kennen. Dazu gehören das laufende Arbeitsentgelt und einmalige Einnahmen.

Grundsätzlich gilt: Entgelte, die steuerpflichtig sind, sind auch beitragspflichtig.

 

Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt

Zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt gehören zum Beispiel:

  • das monatliche Grundgehalt,

  • das 13. und jedes weitere zusätzliche Gehalt,

  • Kost und Wohnung und andere regelmäßige Sachleistungen,

  • vermögenswirksame Leistungen,

  • Anwesenheitsprämien,

  • Leistungs- und Erschwerniszulagen oder

  • steuerpflichtige Zulagen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit.

Grundlage für die Beiträge

Das Arbeitsentgelt ist die Grundlage, auf der Sie die Beiträge berechnen. Als Abrechnungszeitraum gehen Sie dabei von einem Kalendermonat aus. Das Arbeitsentgelt müssen Sie dem Monat zuordnen, in dem die Arbeitsleistung erbracht wurde. Das gilt auch für Überstundenvergütungen oder Provisionen, die häufig erst später ausgezahlt werden. Diese Zuordnung ist wichtig, damit Sie den Beitragssatz und die Beitragsbemessungsgrenze heranziehen, die zu diesem Zeitpunkt gültig waren.

 

Einmalzahlungen

Einmalzahlungen sind einmalig gezahltes Arbeitsentgelt. Sind diese Zahlungen steuerpflichtig, fallen für sie grundsätzlich auch Beiträge zur Sozialversicherung an.

 

Einmalzahlungen werden auch Sonderzahlungen oder Sonderzuwendungen genannt. Die häufigsten Einmalzahlungen sind zum Beispiel:

  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld
  • Urlaubsabgeltung
  • Gewinnbeteiligung

Die Einmalzahlungen ordnen Sie dem Abrechnungsmonat zu, in dem Sie sie auszahlen.

 

Beiträge nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze

Beiträge fallen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze an. Für Mitarbeiter, die sowieso monatlich mehr laufendes Entgelt erhalten als die monatliche Beitragsbemessungsgrenze, brauchen Sie daher keine Beiträge auf die Einmalzahlungen abführen. Bei Mitarbeitern, deren Entgelt zusammen mit der Sonderzahlung unter der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung liegt, ist die Sonderzahlung dagegen voll beitragspflichtig.

 

Bei allen anderen Mitarbeitern müssen Sie für den Monat der Einmalzahlung berechnen, auf welchen Betrag der Sonderzahlung Beiträge anfallen. Sie prüfen dabei, ob der Mitarbeiter die anteilige Beitragsbemessungsgrenze bis zum Abrechnungsmonat mit seinem bisherigen beitragspflichtigen Entgelt schon ausgeschöpft hat oder ob noch ein "Rest" bis zur Beitragsbemessungsgrenze übrig ist. Nur auf diesen "Rest" fallen Beiträge an.

 

So berechnen Sie, in welcher Höhe die Sonderzahlung beitragspflichtig ist

Zählen Sie die Tage bis zum Ende des Monats der Einmalzahlung zusammen. Multiplizieren Sie sie mit der Jahresbeitragsbemessungsgrenze und teilen Sie anschließend das Produkt durch 360. Ganze Monate zählen 30 Tage, angebrochene Monate mit der tatsächlichen Anzahl der Tage.

 

Ziehen Sie von der so berechneten anteiligen Beitragsbemessungsgrenze das bisher aufgelaufene beitragspflichtige Arbeitsentgelt ab, also alle bisher gezahlten beitragspflichtigen Entgelte inklusive dem des Abrechnungsmonats und alle bisherigen beitragspflichtigen Sonderzahlungen, nicht jedoch die aktuelle Einmalzahlung.

 

Die so ermittelte Differenz ist der Betrag der Beitragsbemessungsgrenze, den der Mitarbeiter mit seinem bisherigen beitragspflichtigen Entgelt noch nicht ausgeschöpft hat. Liegt die aktuelle Einmalzahlung darunter, ist sie voll beitragspflichtig. Liegt sie darüber, fallen nur Beiträge bis zu diesem Differenzbetrag an.

 

Mit Hilfe dieser Angaben können Sie jetzt die Beiträge für den Abrechnungsmonat berechnen wie sonst auch.

 

Märzklausel: Einmalzahlungen von Januar bis März

Für Einmalzahlungen in den Monaten Januar bis März gibt es eine Sonderregelung - die sogenannte Märzklausel. Überschreiten das laufende Entgelt und die Einmalzahlungen dieser Monate die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze, ordnen Sie die Sonderzahlungen dem Dezember des Vorjahres zu. Dazu muss allerdings der Mitarbeiter im Vorjahr schon bei Ihnen beschäftigt gewesen sein.

 

Mit der Märzklausel will der Gesetzgeber verhindern, dass Einmalzahlungen bei der Beitragsberechnung umgangen werden, weil sie im Januar gezahlt werden.

 

Wenn Einmalzahlungen zurückgezahlt werden

Muss Ihnen ein Beschäftigter die Einmalzahlung zurückzahlen, zum Beispiel das Weihnachtsgeld bei einer vorzeitigen Kündigung, berichtigen Sie die Beitragsberechnung des Monats mit der Einmalzahlung. Dazu können Sie den Beitragsnachweis des laufenden Monats nutzen.

 

Weitere Informationen und Beispiele

In unserem Beratungsblatt "Beiträge aus Einmalzahlungen" finden Sie ausführliche Informationen und anschauliche Beispiele.