Die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) wünschen sich, möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Das bestätigt die der Meinungspuls 2025 der Techniker Krankenkasse (TK).

Die große Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen (90 Prozent) wünschen sich, in der eigenen Wohnung versorgt zu werden. Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) kann sich ebenso vorstellen, bei Angehörigen gepflegt zu werden. Auch in der Praxis leisten pflegende Angehörige den größten Anteil in der Pflege: Knapp 88 Prozent der Pflegebedürftigen in NRW nach Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen zu Hause versorgt.

Ohne digitale Unterstützung und Entlastung der Pflegenden wird es in Zukunft jedoch immer schwieriger werden, diese pflegerische Versorgung zu Hause sicherzustellen: "Personalmangel in der Pflege", "gesellschaftliche Veränderungen" und "demografischer Wandel" sind hier nur als einige Stichpunkte genannt. Sie erfordern neue politische Lösungen  bzw. ein smartes Weiterdenken bereits funktionierender Lösungen. Diesen Weg möchte die TK aktiv mitgestalten.

Smart-Home-Lösungen für die Pflege

Smart-Home-Lösungen können im Versorgungsalltag unterstützen und so einen längeren Verbleib in der Häuslichkeit ermöglichen. Außerdem bieten sie Pflegebedürftigen sowie ihren Angehörigen mehr Sicherheit.

So würden nahezu alle Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen (95 Prozent) in NRW technische Hilfen wie Sturzsensoren nutzen. Auf digitale Angebote für die Organisation des Pflegealltags würden 81 Prozent der Befragten in NRW zurückgreifen, beispielsweise um einen Pflegeantrag zu stellen oder um finanzielle Fragen etwa im Zusammenhang mit Erstattungen zu klären.

Videochats würden 76 Prozent der Menschen in NRW nutzen, um sich mit Ärztinnen und Ärzten oder Pflegefachkräften auszutauschen.

Chancen der Telemedizin nutzen

Neben dem Ausbau der Telematikinfrastruktur sieht die TK in NRW auch im Ausbau der Telemedizin in Pflegeheimen Chancen, die medizinische Versorgung der Pflegeheimbewohner weiter zu verbessern und professionell Pflegende zu unterstützen. Es ist zu begrüßen, wenn Möglichkeiten der Telemedizin genutzt werden, um Sektorengrenzen zu überwinden und übertragbare Produkte und Lösungen zu erproben und zu etablieren. Perspektivisch bietet zum Beispiel das Projekt DIHVA (Digitale hausärztliche Versorgungsassistenz) in Nordrhein-Westfalen die Chance, eine bessere hausärztliche Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen sicherzustellen.

Für die Suche nach einem Pflegeplatz gibt es bereits online Informationsportale. Über den Heimfinder NRW des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW kann man sich beispielsweise digital und transparent über freie Kapazitäten informieren. Portale zur tagesaktuellen Suche nach verfügbaren Pflegeplätzen sollten Vorbildcharakter für andere Bundesländer haben, in denen es noch keine vergleichbaren Angebote gibt.