Hamburg, 27. Januar 2026. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbstätigen ist im Jahr 2025 erneut leicht gesunken, liegt aber immer noch auf einem hohen Niveau. So wurde jede bei der TK versicherte Erwerbsperson im Jahr 2025 durchschnittlich 18,6 Tage krankgeschrieben. In den Jahren zuvor lag der Wert noch höher (2024: 19,1 Fehltage; 2023: 19,4 Fehltage; 2022: 19,0 Fehltage).  

Weniger Fehltage aufgrund von Grippe und Co.  

"Wir sehen in unseren Daten, dass es einen leichten Rückgang bei den Erkältungskrankheiten gibt, etwa bei Grippe, Corona oder Bronchitis", erklärt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "Während wir zu Beginn des Jahres noch eine sehr große Erkältungswelle verzeichnet haben, gab es im Herbst und Winter deutlich weniger Fehltage aufgrund von Grippe und Co. als in den Vorjahren."  Im Schnitt war jede TK-versicherte Erwerbsperson 2025 aufgrund von Erkältungskrankheiten 4,25 Tage krankgeschrieben (2024: 4,68 Fehltage; 2023: 5,11 Fehltage; 2022: 5,75 Fehltage).  

Auch bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie zum Beispiel Rückenschmerzen, die generell einen großen Anteil an den Krankschreibungstagen ausmachen, gab es einen leichten Rückgang von durchschnittlich 2,71 Fehltagen im Jahr 2024 auf 2,62 im Jahr 2025.

Lang­zeit­krank­schrei­bungen machen Groß­teil der Fehl­tage aus

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Arbeitsunfähigkeit nach Dauer im Jahr 2024

Erneute Zunahme bei den psychischen Diagnosen

Eine leichte Zunahme hingegen verzeichnen erneut die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen wie zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen. Diese steigen seit Jahren kontinuierlich an. Fehltage aus diesem Bereich beliefen sich für das Jahr 2025 über alle Erwerbstätigen hinweg auf durchschnittlich 3,81 Krankheitstage. In den Jahren zuvor waren es 3,75 (2024); 3,59 (2023); 3,33 (2022).  

Debatte um telefonische Krankschreibung setzt falschen Schwerpunkt

"Die Debatte um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung für leichte Erkrankungen wie beispielsweise Erkältungen setzt einen falschen Schwerpunkt. Langfristige gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Rückenschmerzen oder psychische Erkrankungen sind zwar seltener, fallen aber durch die längere Dauer deutlich mehr ins Gewicht", so TK-Chef Baas. Hier könnten auch Arbeitgeber mit gezieltem Betrieblichen Gesundheitsmanagement viel für die Gesundheit ihrer Beschäftigten tun. "Neben klassischen ergonomischen Maßnahmen und stressreduzierenden Arbeitsabläufen und Strukturen zahlt vor allem eine wertschätzende Unternehmenskultur nachhaltig auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeitenden ein."  

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Auswertungen zum TK-Gesundheitsreport. Grundlage dafür bilden die rund 6,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und -Empfänger), Stand: 21. Januar 2026.  

Die TK unterstützt Arbeitgeber beim Aufbau eines strukturierten Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), um Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten. Dazu gehört unter anderem ein großes Angebot an Beratung und weiteren praktische Maßnahmen wie zum Beispiel Fachvorträge, Seminare, Gesundheitstage sowie Kurse im Unternehmen. Weitere Infos gibt es auf dem  Firmenkundenportal der TK