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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind "digitale Helfer" in der Hand von Patientinnen und Patienten. Sie eröffnen ihnen vielfältige Möglichkeiten, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln und können eine selbstbestimmte, gesundheitsförderliche Lebensführung unterstützen.

Bekannt­heit und Offen­heit für Apps auf Rezept

TK-Infografik zur Bekanntheit und Offenheit für Apps auf Rezept. Quelle TK-Meinungspuls 2021 Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Der TK-Meinungspuls zeigt: Die in der Versorgung noch relativ neuen DiGA sind erst einer Minderheit bekannt - die Offenheit, diese selbst zu nutzen, ist aber deutlich größer.

Seit Ende 2020 erstatten Krankenkassen DiGA. Nachdem dieser erste Schritt getan ist, gilt es nun, diesen Weg im Sinne der Versicherten weiterzugehen. Dafür ist es notwendig:

  • Nutzenbewertungsverfahren zu konkretisieren: Künftig sollte allein der medizinische Nutzen Grundlage einer Bewertung sein. Weitere Vorteile wie etwa Strukturverbesserungen sollten nachgelagert bewertet werden.
  • Herstellerangaben zu überprüfen: Das BfArM muss bei Antrag auf Zulassung die Herstellerangaben überprüfen können, damit Bewertungen - vor allem mit Blick auf die Aspekte Datenschutz und medizinischer Nutzen - nicht weiterhin allein auf Basis von Eigenangaben der Hersteller erfolgen.
  • Den Marktzugang für weitere Produkte zu ermöglichen: Es braucht einen Prozess, um Produkten höherer Risikoklassen als I oder IIa einen Marktzugang zu ermöglichen, wenn diese nachweislich positive Versorgungseffekte mit sich bringen.

Faire Preisgestaltung

In Sachen Wirtschaftlichkeit ist bei den DiGA noch Luft nach oben. Bislang können die Hersteller die Preise im ersten Jahr frei festsetzen, es gibt lediglich eine "Kann-Regelung" für Höchstpreise. Entsprechend hoch waren die Preise zum DiGA-Auftakt für die Solidargemeinschaft. Das muss sich ändern. Indem:

  • bereits im ersten Jahr Höchstpreise festgelegt werden,
  • Kassen ausschließlich die Anwendung selbst zahlen - nicht jedoch Distributionskosten der App-Stores und
  • gesetzliche Vorgaben für eine Budgetregelung der entsprechenden ärztlichen Leistungen geschaffen werden, damit das Wirtschaftlichkeitsgebot nach §12 SGB V eingehalten werden kann.

"Es ist gut, dass DiGA als Apps auf Rezept in der Regelversorgung angekommen sind. Dadurch erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten enorm, was wegen des Skalierungseffekts auch senkend auf die Preise wirken sollte. Wenn nun stattdessen Apps in der GKV-Erstattung plötzlich fast 500 Euro statt vorher 80 Euro kosten sollen, läuft etwas schief. Wir brauchen faire Preise für Apps auf Rezept"

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK

TK-Position zur vernetzten Versorgung

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