Für die Pilotstudie kooperiert die TK mit der Mobilitätsplattform Freenow by Lyft. Perspektivisch kann eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten profitieren. Allein 2025 haben rund 167.000 TK-Versicherte Krankenfahrten zu Behandlungen wie Dialyse, Chemotherapie oder auch ins Krankenhaus verordnet bekommen.

Weniger Papierkram - weniger Zeitaufwand

"Wer krank ist, soll sich auf seine Genesung konzentrieren können. Daher haben wir für Krankenfahrten ein digitales Genehmigungsverfahren und eine Online-Fahrtenbuchung auf die Beine gestellt. Damit entlasten wir unsere Versicherten von unnötigem Papierkram und Zeitaufwand", sagt Klaus Rupp, Leiter des TK-Versorgungsmanagements. "Gemeinsam mit Freenow by Lyft testen wir jetzt unseren neu entwickelten digitalen Ablauf, der auch die Abrechnung vereinfacht."

In der Pilotstudie werden die ärztliche Papierverordnung und der Versand der Genehmigungsschreiben bei der TK digitalisiert und der umständliche Prozess der Bezahlung im Taxi vereinfacht. TK-Versicherte können ihre Fahrten über die Freenow-Buchungs-App in Verbindung mit der TK-App verwalten. Zugleich wird der Datenschutz gegenüber dem bisherigen Verfahren erheblich verbessert, da keine Papierunterlagen mehr im Taxi vorgelegt und aufbewahrt werden müssen.

Nach einem erfolgreichen Abschluss der technischen Machbarkeitsstudie soll die Lösung bundesweit für alle interessierten Taxiunternehmen und Krankenkassen geöffnet werden.

Intuitive Prozesse, Barrieren abbauen

Mit diesem Pilotprojekt zeigen die Kooperationspartner, welches Potenzial in einer nahtlosen digitalen Mobilität für gesundheitliche Zwecke steckt. Patientinnen und Patienten benötigen Prozesse, die intuitiv funktionieren. Die Mobilitätsplattform verbindet Genehmigung, Planung und Abrechnung in einem digitalen Ablauf und verkürzt die Wartezeiten. Außerdem wird der Zugang zu Fahrzeugen für mobilitätseingeschränkte Menschen erleichtert. "Die Zusammenarbeit mit der TK ist ein wichtiger Schritt, um Barrieren abzubauen und medizinisch notwendige Mobilität verlässlicher, schneller und einfacher zugänglich zu machen. Gemeinsam zeigen wir, wie durchdachte Technologie das Leben unserer Kunden auch bei Fahrten von und zum Krankenhaus oder der Dialyse-Praxis spürbar vereinfacht", so Felix Brand, Head of B2B and Sales, Lyft Europe.

Das neue digitale Verfahren spart Ressourcen

Bislang bedeutet eine Krankenfahrt viel Aufwand für Patientinnen und Patienten. Sie benötigen bei bestimmten Fahrten eine Genehmigung der Krankenkasse. Dann müssen sie Kontakt mit dem Beförderungsunternehmen aufnehmen, vereinbaren einen Termin und legen bei Fahrtantritt das Genehmigungsformular vor. Das neue digitale Verfahren spart Ressourcen auf allen Seiten - bei Versicherten, Krankenkassen und Taxiunternehmen.