Im Land Bremen ist eine hochqualitative Notfallversorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet. Das Rückgrat dafür bilden die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Einen Überblick über diese Notfallstrukturen bietet der Bremer Krankenhausspiegel in seiner neuen Rubrik "Hilfe im Notfall". Die aktuelle Auflage des Krankenhausspiegels wurde am 4. Juni im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Pres­se­kon­fe­renz zur Vorstel­lung des Bremer Kran­ken­haus­spie­gels 2026

Philipp Schröder, Claudia Bernhard, Judith Borsch, Dr. Frank Wösten, Dr. Martin Langenbeck (v.l.) Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Philipp Schröder, Claudia Bernhard, Judith Borsch, Dr. Frank Wösten, Dr. Martin Langenbeck (v.l.)

Für die Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen e. V. führte Judith Borsch durch die Pressekonferenz und unterstrich die Relevanz des Krankenhausspiegels als wegweisende Informationsquelle zur Qualität und zum Leistungsangebot der Krankenhäuser. Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, betonte die Bedeutung der vorhandenen Notfallstrukturen sowohl für die Menschen in Bremen und Bremerhaven als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner im niedersächsischen Umland und hob ihren Einsatz für eine Anpassung und Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen im Zuge der Krankenhaus- und Notfallreformen hervor.

Anschließend referierten Dr. Frank Wösten, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme am Klinikum Bremen-Nord, und Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer und Chefarzt der Zentralen Notaufnahme im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, in einem gemeinsamen Fachvortrag unter anderem über die aktuelle Situation in den Notaufnahmen und Lösungsansätze zur Patientensteuerung.

Kran­ken­haus­spiegel bietet Orien­tie­rungs­hilfe

Auf dem Podium: Philipp Schröder ordnete die Ergebnisse aus Sicht der TK ein. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Philipp Schröder ordnete die Ergebnisse aus Sicht der TK ein.

Philipp Schröder, Landespressesprecher der TK-Landesvertretung Bremen, erläuterte in seinem Statement die Sicht der Techniker Krankenkasse auf das Thema Notfallversorgung: "Bei einem medizinischen Notfall wünscht sich jeder Mensch eine Versorgung auf hohem Niveau. Die Frage, wie dringend medizinische Hilfe nötig ist und wo man diese am besten bekommt, ist aber alles andere als einfach. Mit der neuen Rubrik 'Hilfe im Notfall' bietet der Bremer Krankenhausspiegel den Menschen eine Orientierungshilfe. Zudem illustriert der Krankenhausspiegel auch in diesem Jahr die in vielen Bereichen überdurchschnittlich guten Behandlungsergebnisse der Krankenhäuser im Land Bremen. Denn ob im Notfall oder bei einem planbaren Eingriff: Eine routiniert arbeitende, qualitativ hochwertige stationäre Versorgung ist stets ein kostbares Gut."

Übersichtsseite "Was tun im Notfall?" mit klaren Empfehlungen

In der aktuellen Auflage des Bremer Krankenhausspiegels sind auf einer interaktiven Karte von Bremen und Bremerhaven die Standorte von neun Krankenhäusern mit einer Notaufnahme und von zwei Krankenhäusern mit einer spezialisierten Notfallversorgung verzeichnet, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr eine schnelle und verlässliche Notfallversorgung sicherstellen.

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser werden vermehrt von Patientinnen und Patienten in Anspruch genommen, die keine Notfälle im eigentlichen Sinne sind. Diese Situation führt zu einer Überlastung der Notaufnahmen und ihres Personals sowie oft zu sehr langen Wartezeiten für die Hilfesuchenden. Hier bietet der Bremer Krankenhausspiegel konkrete Hilfe: Auf der neuen Seite "Was tun im Notfall?" gibt er klare Empfehlungen, an wen sich die Patientinnen und Patienten zu welcher Tageszeit in welchen Notlagen wenden sollten.

Notfallreform: schnelle Umsetzung dringend erforderlich

Im Kontext des Themas Notfallversorgung ist ebenso von großer Bedeutung, dass die Bundesregierung die Notfallreform auf den Weg gebracht hat. Die Reform stellt einen entscheidenden Schritt gegen den Reformstau im Gesundheitssystem dar und legt einen strukturellen Grundstein für eine passgenaue, bedarfsgerechte Versorgung. Durch die neue Akutleitstelle, die integrierten Notfallzentren und die qualifizierte Ersteinschätzung haben Hilfesuchende im gesundheitlichen Notfall schneller Klarheit und wissen, ob Abwarten, der Bereitschaftsdienst oder die Notaufnahme der richtige Schritt ist. So kommt Hilfe genau dort an, wo sie gebraucht wird. Das macht es für Patientinnen und Patienten leichter und entlastet die Mitarbeitenden in der Notfallversorgung.

Die TK-Landesvertretung Bremen unterstützt den Bremer Krankenhausspiegel als Projektpartnerin. Detaillierte Informationen über die Qualitätsdaten der Bremer Krankenhäuser bietet das Internet-Portal des Krankenhausspiegels.