Diese Entwicklung ist Ausdruck einer sich wandelnden Einstellung vieler Schwangeren zur Geburt, einer vielfach veränderten ärztlichen Verhaltensweise, des medizinischen Fortschritts und des zunehmenden Kostendrucks im Gesundheitswesen. So scheint der Anstieg der Kaiserschnittrate weniger das Resultat der Zunahme von Risikofaktoren zu sein als vielmehr ein veränderter Umgang der Geburtshelfer mit diesen Situationen.

Eine Analyse von Abrechnungsdaten von TK-versicherten Kindern zeigt, Kinder, die per Kaiserschnitt geboren worden, haben ein höheres Krankheitsrisiko. Das Risiko für eine chronische Bronchitis ist bei diesen Kindern in den ersten acht Lebensjahren um fast zehn Prozent, für leichte und mittlere Entwicklungsstörungen um neun Prozent und für ADHS sogar um 16 Prozent höher als bei spontan geborenen Gleichaltrigen.

Geburtenreport 2017

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Förderung natürlicher Geburten zum Wohle von Mutter und Kind

Die TK in Sachsen hat begonnen, mit den sächsischen Geburtskliniken Qualitätsvereinbarungen abzuschließen, damit der Focus wieder stärker auf natürliche Geburten gesetzt wird.

Mit den Vereinbarungen verpflichten sich die Kliniken, Schwangere ausführlich über die natürliche Entbindung aufzuklären und so die Kaiserschnittrate möglichst gering zu halten.

Sachsen ist bereits das Bundesland mit der geringsten Kaiserschnittrate. Die TK möchte mit ihrem Engagement das Selbstbestimmungsrecht der werdenden Mütter stärken und ihnen dabei ihre Mitverantwortung für die Gesundheit des Kindes bewusst machen. Bei der ausführlichen Aufklärung sollen insbesondere die Vorzüge und Risiken einer natürlichen Geburt und eines Kaiserschnitts für Mutter und Kind vermittelt werden.

Diese Kliniken haben die Qualitätsvereinbarung mit der TK geschlossen: