TK-PflegeCoach: Digitale Pflegekurse

Pflegende Angehörige leisten den Löwenanteil in der Altenpflege. Über 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden von diesen "informell Pflegenden" unterstützt. Viele sind nebenher berufstätig oder haben aufgrund der Pflege wenig Zeit oder Möglichkeit, sich Pflegewissen anzueignen. Der TK-Pflege-Coach vermittelt Pflegepersonen Wichtiges zu Themen der häuslichen Pflege. Ob als digitaler Pflegekurs - oder als mobiles Nachschlagewerk. Die Anwendung lässt sich auf dem Smartphone, Tablet oder PC nutzen. Sie umfasst vier Module: "Verständnis und Zuwendung", "Die Pflegeumgebung", "Richtig pflegen" und "Selbstschutz". Für die Nutzung des TK-PflegeCoach ist keine Registrierung oder Anmeldung erforderlich.

Psychologische Online Beratung für Pflegende

Mit pflegen-und-leben.de können pflegende Angehörige ein kostenloses Beratungsangebot der gemeinnützigen Gesellschaft Catania in Berlin nutzen. Dort finden sie psychologische Online-Beratung für pflegende Angehörige sowie darüber hinausgehende Informationen rund um das Thema Pflege. Weitere Informationen unter: http://www.pflegen-und-leben.de/

TK-Position: Smart-Home-Lösungen in die Pflegeversicherung

Aus Sicht der TK muss sich auch die Pflegeversicherung nicht nur der demografischen - sondern auch der digitalen Entwicklung stellen. Dazu gehört, Pflegebedürftige dabei zu unterstützen mit digitaler Hilfe, möglichst lange selbständig zu bleiben. So können beispielsweise smarte Technologien ("Smart Home") für Sicherheit bei Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sorgen: Etwa Sensoren, die Aktivitäten oder Stürze melden. Zudem sind auch viele Ältere offen für digitale Helfer - acht von zehn über 60-Jährigen sehen in der Digitalisierung des Gesundheitswesens überwiegend Vorteile. Deshalb setzt sich die TK für eine smarte Erweiterung der Pflegeversicherung ein: Als "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen" sollten im Bereich der technischen Hilfen im Haushalt auch für technische Assistenz- und Überwachungssysteme eingesetzt werden dürfen, die dazu beitragen, länger in den eigenen vier Wänden zu verbleiben. Dadurch werden auch die Angehörigen entlasten.

"Smart-Home-Lösungen können das Wohnumfeld verbessern und längere Selbständigkeit ermöglichen - die Mehrheit will im Alter möglichst lange im eigenen Haushalt bleiben. Wer dank Smart-Home länger zu Hause leben kann, erspart zudem der Solidargemeinschaft Kosten für die stationäre Pflege." Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK

Individuelle Unterstützung: NetzWerk GesundAktiv

Welche Chancen die Digitalisierung für ein möglichst langes selbständiges und unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden bietet, zeigt die TK - gemeinsam mit ihren Partnern - derzeit in Hamburg: Im Betreuungsnetzwerk "NetzWerk GesundAktiv" erhalten die Teilnehmer individuelle Unterstützung, wobei auch digitale Möglichkeiten genutzt werden. Hierfür erhalten die Teilnehmer ein leicht bedienbares Tablet mit der vorinstallierten Unterstützungs- und Kommunikations-Plattform "PAUL". Das steht für „Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben“ und ermöglicht etwa, E-Mails zu verschicken oder bestimmte Dienstleistungen oder Lieferungen in Auftrag zu geben.