Um Eltern bei Erziehungsfragen rund um die kindliche Entwicklung und seelische Gesundheit zu unterstützen, hat die TK gemeinsam mit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG) das Programm "Schatzsuche" 2016 in den Freistaat Sachsen geholt. Entwickelt wurde das Eltern-Programm von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. Es richtet sich an Eltern von Kindern zwischen null und sechs Jahren.

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Die Schulungen der Erzieherinnen finden in angenehmer Atmosphäre statt. (Foto: SLfG)

Den Eltern im Alltag den Rücken stärken

"Mittlerweile wurden 70 Erzieherinnen und Erzieher aus insgesamt 39 Einrichtungen im Freistaat dafür qualifiziert, bei den Eltern Freude an Erziehungsaufgaben zu wecken und ihnen den Rücken im Familienalltag zu stärken", sagt Annekathrin Weber von der SLfG. "Ziel ist es, dass Eltern ihre Aufmerksamkeit auf die Stärken, Schutzfaktoren und die unentdeckten Schätze ihrer Kinder richten."

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Von der Fehlersuche zur Schatzsuche 

Basis für den Perspektivenwechsel von der Fehlersuche hin zur Schatzsuche ist laut Annekathrin Weber das Wissen rund um die Entwicklungsschritte und das seelische Wohlbefinden der Kinder. Aber auch der Raum für den Austausch mit den Erziehern und anderen Eltern ist wichtig. "Erwachsene haben unterschiedliche Vorstellungen, wie man mit Kindern kommunizieren, mit deren Gefühlsausbrüchen umgehen und Streitereien mit anderen Kindern klären sollte", so Weber. "Das Gespräch mit den Eltern klärt Missverständnisse auf, schaut auf wichtige Entwicklungsschritte, vermeidet Konflikte im Kita-Alltag und im Elternhaus und stärkt die Rolle der pädagogischen Fachkräfte."

Insgesamt ist die Zufriedenheit bei den Teilnehmern sehr hoch. "Die Eltern haben ein großes Interesse an den Kursen, verfolgen die Inhalte mit großer Neugierde, fühlen sich nicht belehrt und können sich untereinander vernetzen", fasst Kerstin Schnepel von der SLfG das Projekt zusammen.

Sechs Stationen auf der Schatzkarte

Gemeinsam mit Annekathrin Weber hat sie auch dieses Jahr wieder sechs Fortbildungstermine für Erzieherinnen und Erzieher in Sachsen organisiert. Eine Schatzkarte zeigt die sechs Stationen, die die Eltern durchlaufen: Die Schatzsuche beginnt - gemeinsam anfangen; Spurensuche - Entwicklung von Kindern verstehen; eine Kiste voller Gefühle - was Gefühle sagen; bei Wind und Wetter - Streit und Lösung; Wegweiser - Alltag und Familienrituale; große und kleine Schätze - Unterstützungsangebote, Ausblick und Abschluss.

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Annekathrin Weber (links) und Kerstin Schnepel (Foto: SLfG)

Ansprechend sind die Titel formuliert, dahinter verbergen sich für viele Eltern ernsthafte Herausforderungen. "Wenn es uns gelingt, die Kompetenz der Eltern zu stärken, werden wir langfristig das seelische Wohlbefinden der Kinder in Sachsen verbessern und hoffentlich auch psychische Auffälligkeiten reduzieren", lautet das Fazit von Kerstin Schnepel.

Begleitung der Kinder beim Großwerden

In Sachsen wird die Hälfte der unter Dreijährigen in Tageseinrichtungen betreut. Bei den Drei- bis Sechsjährigen liegt die Betreuungsquote bei rund 96 Prozent. Damit spielen die pädagogischen Fachkräfte eine wichtige Rolle bei der Begleitung vieler Eltern und deren Erziehungsfragen. Manchmal sind es Unsicherheiten bei den Erziehungsberechtigten, manchmal auch familiäre Strukturen, die die Begleitung der Kinder beim Großwerden erschweren.