Gesundheitsförderung in Unternehmen braucht heute weit mehr als rückengerechte Bürostühle und veganes Kantinenessen. Digitale Transformation und Globalisierung stellen neue Anforderungen an Unternehmen und ihre Beschäftigten.

Repor­tage der Pres­se­kon­fe­renz #whats­nextBGM Studie

Führungskräfte sind die wichtigste Stellschraube für das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Betriebliches Gesundheitsmanagement im Wandel

Etwa ein Drittel ihres Lebens verbringen Berufstätige bei der Arbeit. Sie hat entscheidenden Einfluss auf ihre Gesundheit - darauf, wie Beschäftigte körperlich oder psychisch beansprucht werden. (Un)regelmäßige Arbeitszeiten, Termindruck, Arbeitsorganisation und Betriebsklima beeinflussen Motivation und Leistungsfähigkeit.  Bewegungsangebote, ergonomische Arbeitsplätze und gesundes Kantinenessen sind vielerorts Standard im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Doch die digitale Arbeitswelt bringt neue gesundheitliche Beanspruchungen mit sich und erfordert deshalb auch neue Konzepte für die Gesundheitsförderung. Teams werden agiler, internationaler, arbeiten ortsunabhängig, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Wie lässt sich Arbeit 4.0 gesund gestalten? Und wer ist hier gefordert? Welche Themen sind heute wichtig und was sind die Herausforderungen in Zukunft?

Trendstudie #whatsnext

In der großangelegten Studie #whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt" hat das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) nach den größten Herausforderungen heute und in Zukunft gefragt. Wie steht es um das BGM-Engagement und was sind die größten Hürden? An erster Stelle werden dabei die Führungskräfte benannt. Die Chefs selbst verorten sich nach den finanziellen Ressourcen an zweiter Stelle.

Trendstudie #whatsnext

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Neun von zehn Befragten (88 Prozent) benennen die Führungskräfte als wichtigste Stellschraube für die Förderung der Beschäftigtengesundheit. Ebenfalls häufig genannt: Einsatz der Unternehmensleitung und größere personelle Ressourcen mit jeweils 74 Prozent.

In jedem elften Unternehmen gibt es laut Studie überhaupt keine Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, knapp drei von zehn Betrieben bieten vereinzelte Angebote, vor allem in den Bereichen Ergonomie und Entspannung. Nur etwas über ein Drittel (37 Prozent) der Befragten gibt an, dass in ihrer Organisation ein ganzheitliches BGM eingerichtet wird, das sich gesunden Strukturen und Prozessen widmet. Laut der #whatsnext-Studie werden sich die Handlungsfelder für die Gesundheitsförderung in den nächsten Jahren weiter verändern.

Präsentation des IFBG der Ergebnisse der #whatsnext-Studie 2017 (PDF, 635 kB)

Statement von Reiner Straub zur #whatsnext-Studie 2017 (PDF, 26 kB, nicht barrierefrei)

Bei der Frage, welche Themen in fünf Jahren von besonderer Bedeutung sein werden, steht wieder das "Gesunde Führen" auf Platz eins, gefolgt von Maßnahmen für eine gesunde Unternehmenskultur, Wissenssicherung, Feedbackkultur, Change- und Konfliktmanagement sowie digital Leadership.

Dr. Jens Baas, TK-Vorstands­vor­sit­zender

Statement von Dr. Jens Baas zur #whatsnext-Studie 2017 (PDF, 123 kB, nicht barrierefrei)

Rainer Hofmann, Leiter des Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments bei der TK

"Die Führungskraft ist der zentrale Treiber für betriebliche Gesundheitsförderung."

Wiebke Arps, Expertin für Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment bei der TK

"Unternehmen müssen auch ihre Organisation gesundheitsförderlich gestalten."

Katha­rina Schmitt, Redak­teurin des Perso­nal­ma­ga­zins der Haufe Gruppe

"BGM muss die Mitarbeiter für eine digitale, vernetzte und komplexe Arbeitswelt fit machen."