Mobbingfreie Schule in Berlin und Brandenburg

Gewaltfrei lernen: Eine Projektwoche hilft dabei, Konflikte zu verhindern.

Vor fünf Jahren startete das Projekt "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!". Seitdem haben allein in Berlin fast 6.000 Schüler an mehr als 110 Schulen daran teilgenommen. In Brandenburg waren bisher über  7.500 Schüler an 120 Schulen dabei.

 

Schikanieren, gezieltes Beleidigen und Bloßstellen können weitreichende Folgen für die Gesundheit und Entwicklung betroffener Schüler haben. Gemeinsam mit den Bildungsressorts der Länder Berlin und Brandenburg fördert die TK seit dem Jahr 2011 mit der Aktion "Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein!" ein respektvolles Miteinander in der Schule.

 

Kernstück des Projektes ist der Anti-Mobbing-Koffer. Er enthält Materialien für Projektwochen. Der Unterricht kann auch über das Schuljahr verteilt werden. Zu den Materialien gehören ein Lehrerhandbuch, Filme, Informationen für Schüler, Lehrer und Eltern sowie Arbeitsmaterialien. Ein ausführliches Modul widmet sich dem Cybermobbing, um dem Mobbing im Internet und in sozialen Netzwerken vorzubeugen. In Übungen, Rollenspielen und Gesprächen erforschen die Schülerinnen und Schüler, wie sie positiv und konstruktiv miteinander umgehen können.

 

Schulung für Lehrerinnen und Lehrer

Die TK hat die "Mobbingfreie Schule" zusammen mit der Beratungsstelle Gewaltprävention des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI Hamburg) entwickelt und evaluiert. Die TK trägt das Projekt gemeinsam mit den Bildungsressorts der Länder Berlin und Brandenburg. Bisher wurden etwa 2.000 Anti-Mobbing-Koffer an Berliner Schulen gegeben, Brandenburger Schulen bekamen bisher mehr als 600 Koffer. Lehrerinnen und Lehrer erhalten stets eine besondere Schulung, bevor sie mit ihrer Klasse in die Projektwoche starten. Diese soll dabei helfen, eine starke Klassengemeinschaft zu entwickeln, sodass Mobbing gar nicht erst entstehen kann.