Workation-Atlas 2026: Wo Ihre Beschäftigten am liebsten arbeiten würden
Pragmatiker, Sparfüchse oder Weltenbummler: Wer eine Workation plant, hat ganz unterschiedliche Vorstellungen vom idealen Arbeitsort. Der neue Workation-Atlas 2026 zeigt, welche Reiseziele besonders gefragt sind - und warum das Thema für Arbeitgeber immer wichtiger wird.
Workation-Angebote werden immer mehr zu einem Faktor bei der Arbeitgeberwahl. Gleichzeitig entstehen Fragen zum Aufenthaltsrecht, zur Sozialversicherung und zu möglichen Steuerpflichten im Ausland.
Workation als Wettbewerbsvorteil
Der neue Workation-Atlas 2026 des Datenanalyse-Unternehmens Datapulse zeigt: 52 Prozent aller weltweiten Google-Suchanfragen zu "Workation" kommen aus Deutschland.
Das Thema stößt bei deutschen Beschäftigten also auf besonders großes Interesse.
Für Sie als Arbeitgeber kann eine Workation inzwischen ein wichtiger Baustein bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften sein.
Eine Studie von PwC von 2024 kommt zu diesen Ergebnissen:
- 57 Prozent der Beschäftigten sehen ein Workation‑Angebot als wichtig für ihre Jobauswahl.
- 30 Prozent würden ein Jobangebot ablehnen, wenn keine Workation möglich ist.
- Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 45 Prozent.
Höhere Motivation und Zufriedenheit
Laut einer Befragung des Fraunhofer IAO berichten Beschäftigte von positiven Auswirkungen auf ihre Arbeit:
- 65 Prozent sprechen von einer stärkeren Motivation.
- 71 Prozent erleben eine höhere Arbeitszufriedenheit.
Diese Reiseziele liegen im Trend
Für den Workation-Atlas 2026 hat Datapulse 630 Städte weltweit untersucht. Der Fokus lag u. a. auf Reisekosten, Sicherheit, Klima und Größe der Remote-Work-Community.
Die Auswertung zeigt 3 typische Gruppen:
- Pragmatiker bevorzugen Ziele mit wenig Bürokratie und kurzen Wegen - z. B. nach Ericeira (Portugal), Sevilla oder Valencia (Spanien)
- Sparfüchse achten vor allem auf niedrige Lebenshaltungskosten - z. B. sind daher diese Städte interessant: Bangkok (Thailand), Da Nang (Vietnam) oder Jaipur (Indien).
- Weltenbummler suchen internationale Erfahrungen und gute digitale Bedingungen - z. B. in Kuala Lumpur (Malaysia), Bangkok oder Chiang Mai (Thailand).
Wichtig: So unterschiedlich die Reiseziele sind, die rechtlichen Fragen bleiben oft dieselben. Schon wenige Arbeitstage im Ausland können Auswirkungen auf das Aufenthaltsrecht, die Sozialversicherung oder das Steuerrecht haben.
Das sollten Sie vor jeder Workation prüfen
Damit Sie typische Fallstricke vermeiden, sind hier die wichtigsten Prüfpunkte für Sie:
- Aufenthalts- und Arbeitsrecht: Erlaubt das Zielland eine Workation oder brauchen Ihre Beschäftigten dafür einen Aufenthaltstitel bzw. eine Arbeitserlaubnis?
- Sozialversicherung: Bleiben Ihre Beschäftigten während der Workation weiterhin in Deutschland sozialversichert? Innerhalb Europas kann eine
A1-Bescheinigung
erforderlich sein.
- Steuerrecht: Können Steuerpflichten im Ausland entstehen
(183-Tage-Regel)
oder kann durch die Workation eine
Betriebsstätte
im Ausland entstehen?
- Dauer des Aufenthalts: Je länger die Workation dauert, desto größer werden steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Risiken.
Tipp: Mit unseren Workation-Checklisten behalten Sie den Überblick
Bei TK-Lex finden Sie praktische Checklisten für die Vorbereitung von Workations.
So prüfen Sie die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen Schritt für Schritt.
Noch Fragen?
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TK-Service Ausland
Antworten auf häufige Fragen zu Aufenthaltsrecht, Sozialversicherung, A1-Bescheinigung und Steuerrecht finden Sie außerdem in den
FAQ zu Workations
in TK-Lex.