TK-Auswertung: Erstmals seit fünf Jahren wieder mehr Grippeimpfungen
Pressemitteilung
- 4 von 10 TK-Versicherten ab 60 Jahren wurden im Winter 2025/2026 gegen Grippe geimpft
- große regionale Unterschiede: Impfquote in Sachsen-Anhalt mehr als doppelt so hoch wie in Baden-Württemberg
- weiterhin nur wenige Grippeimpfungen in Apotheken
Hamburg, 2. Oktober 2026. Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist die Zahl der Grippeimpfungen wieder leicht gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach nahmen im Winter 2025/2026 rund 40 Prozent der TK-Versicherten ab 60 Jahren eine Grippeschutzimpfung in Anspruch.
Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK, betont: "Eine Impfung ist ein hochwirksamer Schutz gegen eine Grippe, vor allem für Risikogruppen wie ältere Menschen und medizinisches Personal. Insofern ist eine steigende Impfbereitschaft natürlich erfreulich. Von der EU-Zielquote von 75 Prozent sind wir allerdings noch weit entfernt."
Grippe-Impfquote erstmals wieder leicht gestiegen
Impfbereitschaft regional sehr unterschiedlich
Wie schon in den Vorjahren nahmen auch in der vergangenen Impfsaison TK-Versicherte über 60 Jahren in den östlichen Bundesländern häufiger eine Grippeschutzimpfung in Anspruch als Versicherte im Süden und Südwesten Deutschlands. Am höchsten war die Impfquote 2025/2026 in Sachsen-Anhalt mit 54 Prozent, gefolgt von Sachsen mit 50 Prozent. In Baden-Württemberg fiel die Impfquote mit 25 Prozent hingegen nur halb so hoch aus.
Höhere Grippe-Impfquoten in östlichen Bundesländern
Luft nach oben bei Grippeimpfungen in Apotheken
Seit 2022 kann auch in Apotheken gegen Influenza geimpft werden. Doch bislang geschieht das bundesweit nur in etwa jeder achten Apotheke - und wenige Versicherte nutzen das Angebot. Im Winter 2025/2026 ließen sich nur rund 60.000 TK-Versicherte in einer Apotheke eine Grippeschutzimpfung verabreichen. Von den TK-Versicherten über 60 Jahren wurden weniger als ein Prozent in einer Apotheke geimpft.
Hinweis für die Redaktion
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Kommission (EU) haben sich für die Influenza-Impfung auf eine Zielimpfquote von 75 Prozent geeinigt, die in den Risikogruppen der Mitgliedstaaten erreicht werden soll.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen.
Die vorliegende Auswertung der TK bezieht sich auf den Zeitraum von September 2025 bis März 2026.
In der Mediathek finden Sie die Infografiken zu Grippeimpfungen und Arzneimitteln.