Gemeinsame Pressemitteilung von Techniker Krankenkasse, AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, HEK - Hanseatische Krankenkasse und IKK classic

  • Große Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet elektronische Verordnungen (eVerordnungen) auch für Heil- und Hilfsmittel. 

  • Besonders hoch ist die Zustimmung bei jüngeren Erwachsenen bis 39 Jahre (91 Prozent). Auch die Mehrheit der älteren ab 60 Jahre ist dafür (74 Prozent). 

  • Sieben Krankenkassen erproben digitalen Weg von der Verschreibung über die Einlösung bis zur Abrechnung. 

Hamburg, 20. August 2026. Das elektronische Rezept für Medikamente ist mittlerweile Alltag. Laut einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa sind 83 Prozent der Menschen in Deutschland dafür, dass auch andere Verordnungen wie zum Beispiel für Physiotherapie oder Kompressionsstrümpfe künftig digital ausgestellt werden können. 

Die höchsten Zustimmungswerte gibt es bei jüngeren Erwachsenen bis 39 Jahre (91 Prozent). Auch eine große Mehrheit der älteren Befragten ab 60 Jahren (74 Prozent) befürwortet die elektronische Variante. Hohe Zustimmungswerte gibt es auch bei den Erwerbstätigen (90 Prozent). 

Große Mehr­heit befür­wortet eVer­­or­d­­nung für Heil- und Hilfs­­­mittel

Große Mehrheit für eVerordnung für Hilfsmittel: Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Sieben Kassen testen durchgängig digitalen Verordnungsprozess für Hilfsmittel 

Darauf weisen die AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse (HEK), IKK classic und Techniker Krankenkasse (TK) hin. Die sieben Kassen mit insgesamt rund 34 Millionen Versicherten erproben gemeinsam ein komplett digitales Verfahren zur Verordnung von Hilfsmitteln. Seit Juli sind nahezu alle Hilfsmittel einbezogen - vom Diabetes-Sensor bis zum Inhalationsgerät. Ausgenommen sind nur Seh- und Hörhilfen sowie Pflegehilfsmittel. 

175.000 Versicherte wollen mitmachen  

Das Interesse der Patientinnen und Patienten ist groß. Rund 175.000 Interessierte haben sich die App ihrer Kasse auf ihr Smartphone geladen, um elektronische Verordnungen (eVerordnungen) für Hilfsmittel zu empfangen.   

Arztpraxen und Sanitätshäuser sind zur Teilnahme aufgerufen 

Auch Arztpraxen, Sanitätshäuser, Apotheken und weitere Hilfsmittelanbieter sind aufgerufen, an dem kassenübergreifenden Pilotprojekt teilzunehmen und den nächsten Schritt bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens mitzugestalten. Denn neben der technischen Lösung sollen auch sämtliche Prozesse so optimiert werden, dass sie den Ansprüchen aller Beteiligten entsprechen. Im Mittelpunkt steht dabei der Abbau von Bürokratie.   

Weniger Aufwand und Zeitersparnis durch eVerordnung 

Aktuell erfolgt der Verordnungsprozess von Hilfsmitteln noch weitgehend auf Papier. Das von den sieben Kassen entwickelte digitale Verfahren soll Print-Ausdrucke, Zeit und Verwaltungsaufwand sparen. Die teilnehmende Arztpraxis wird beispielsweise bei der Verordnung durch einen digitalen Assistenten unterstützt. So lassen sich Fehler vermeiden und daraus resultierende Rückfragen von Sanitätshäusern und anderen Hilfsmittel-Leistungserbringern oder Krankenkassen reduzieren. Der Versicherte wiederum kann die eVerordnung per Klick beim Sanitätshaus digital einlösen.  

Die gesetzlichen Krankenkassen AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesund-heit, HEK - Hanseatische Krankenkasse, IKK classic und Techniker Krankenkasse haben sich im Frühjahr 2023 in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) eGesundheit Deutschland zusammengeschlossen, um Digitalisierungsprojekte im Gesundheitswesen gemeinsam umzusetzen.  

Website informiert über Projekt eVerordnung Hilfsmittel

Informationen für Ärztinnen und Ärzte, Sanitätshäuser und Versicherte gibt es auf der Projekt-Website zur eVerordnung Hilfsmittel. 

Hinweis für die Redaktion

Für die bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage im Auftrag der TK befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 bundesweit insgesamt 1.410 Menschen ab 18 Jahren (mind. 200 Befragte pro Ländergebiet) mit anschließender Proportionalisierung der Gesamtergebnisse. 

Für Rückfragen:

AOK Bayern

Sebastian Küster, Tel.: 089 62 730 - 2099, E-Mail: presse@by.aok.de    

BARMER

Daniel Freudenreich, Tel.: 0202 568 - 99 8034,  
E-Mail: daniel.freudenreich@barmer.de

BIG direkt gesund

Bettina Kiwitt, Tel.: 0231 55 57 - 10 16, E-Mail: bettina.kiwitt@big-direkt.de

DAK-Gesundheit

Julia Rasche, Tel.: 0173 381 0285, E-Mail: presse@dak.de

HEK - Hanseatische Krankenkasse  

Thomas Boesler, Tel.: 040 656 96 - 21 22, E-Mail: presse@hek.de  

IKK classic

Juliane Mentz, Tel.: 0351 4292 - 281 415, E-Mail: presse@ikk-classic.de

Techniker Krankenkasse

Gabriele Baron, Tel.: 040 69 09 - 17 09, E-Mail: gabriele.baron@tk.de