Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Muskelzerrung und Muskelfaserriss können fließend ineinander übergehen. Was bedeutet es für einen Profispieler, wenn Muskelfasern reißen?

Sind Fußballspieler erschöpft oder werden im Kampf um den Ball körperlich attackiert, verletzen sie sich leicht. Verletzte Muskeln machen zehn Prozent der typischen Verletzungen durch den Sport aus. Schmerzt ein Muskel während des Spiels plötzlich stark, gilt: Lieber pausieren! Wer weiter belastet, kann sich noch schwerer verletzen.

Handelt es sich um eine Muskelprellung, Muskelzerrung oder gar einen Muskelfaserriss? Das kann nur der Arzt mit einer Ultraschalluntersuchung beurteilen. Die Ursachen beim Muskelfaserriss sind ähnlich wie bei Zerrungen. Erkennbar durch eine Beule und ein plötzlich auftretender Schmerz, der sich wie ein Tritt oder Messerstich anfühlt.

Warum reißt der Muskel gut trainierter Spieler?

Muskelfasern sind dehnbar, lassen sich aber bei unsanftem Körperkontakt oder unglücklichen Bewegungen auch überdehnen. Vielleicht ist auch das Wetter schlecht, die Luft kalt oder die Bodenverhältnisse sind schwierig. „All das kann erklären, warum Muskelfasern so stark überdehnen, dass sie schließlich reißen“, erklärt TK-Sport-Experte John Hufert und benennt häufige Ursachen der Muskelverletzung.   

Häufige Ursachen von Muskelfaserrissen:

  • Fehlendes muskuläres, statisches Gleichgewicht, eingeschränkte Koordination
  • Müde und überlastete Muskeln
  • Unterkühlte Muskeln bei Kälte oder nach nicht ausreichender Aufwärmphase
  • Schlag oder Tritt gegen den Muskel
  • Nicht ausgeheilte Vorverletzung 

Wie macht sich der Muskelfaseriss bemerkbar?

Schmerzt der Muskel meist nach abrupten, schnellen und kräftigen Bewegungen heftig und ist die Kraft- und Dehnfähigkeit des Muskels eingeschränkt, könnte es sich um eine Zerrung oder einen Muskelfaserriss handeln.

Wie der Muskel am besten wieder heilt

Es ist besser, zu pausieren bis geklärt ist, ob und wie stark der Muskel verletzt ist. Spieler sollten es jetzt unbedingt vermeiden, weiter zu spielen. Während eine Muskelzerrung schneller heilt, fallen Spieler bei einem Muskelriss mehrere Wochen lang aus.

Verletzte Muskeln heilen schneller nach dem bewährten PECH-Schema

P = Pause
E = Eiskühlen mit Coolpacks oder Eisbeuteln
C = Compression, Druckverband
H = Hochlagern


Gegebenenfalls helfen verletzten Spielern darüber hinaus entzündungshemmende Schmerzmittel und Physiotherapie.

Vorbeugung verhilft zum Tor

Fußballer können viel dafür tun, dass es möglichst erst gar nicht zu verletzten Muskeln und Gelenken kommt. Sie sollten die hintere Oberschenkelmuskulatur kräftigen und die vorderen Muskeln dehnen. Koordinationstraining sowie das Abrufen und Erlernen wichtiger Bewegungsmuster sind wichtig. Nicht zu unterschätzen: Müdigkeit ist ein wichtiger Grund dafür, dass Spieler sich verletzen. Studien zeigen, dass das Verletzungsrisiko am Ende eines Spiels stark ansteigt. Müde Spieler gehören eigentlich ausgewechselt.