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Innenverteidigung, Mittelfeld und Angriff - die Hamburger Hockey-Nationalspielerin kann jede Position ausfüllen. Im Sommer 2016 vom TuS Lichterfelde aus ihrer Geburtsstadt Berlin zu den 8-fachen deutschen Meisterinnen des UHC gewechselt, hatte sich Lena schnell von der Innenverteidigung ins Mittelfeld vorgearbeitet.

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"Wir wollen alles gewinnen, was möglich ist, und ich glaube, dass wir ein Team haben, das dafür stark genug ist." Lena Micheel über ihren UHC in dieser Bundesligasaison

In der Ruhe liegt die Kraft

Heute, nur gut vier Jahre später, ist sie aus diesem Mannschaftsteil als typische "10nerin" nicht mehr wegzudenken. Es ist die Ruhe am Ball, gepaart mit guter Passsicherheit, die sie dort auszeichnet. Und im Umschaltspiel, beim Initiieren von Konterangriffen, profitiert sie von ihrer Schnelligkeit. Im Angriff helfen der gefährlichen Torschützin schließlich ein starker Schlag und ein guter Torriecher weiter. 

Über 100 Länderspiele für Deutschland

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Auch deshalb bietet der belgische Bundestrainer Xaver Reckinger die Jura-Studentin in der Nationalmannschaft im Sturm auf. Lena debütierte im März 2018 im A-Kader. Sie zählt seitdem zum Stammaufgebot der DANAS, wie das Damennationalteam in Hockey- und Fachkreisen auch genannt wird, und qualifizierte sich mit ihrem Team für die Olympischen Spiele dieses Jahr in Tokio. Aktuell hat Lena für die DANAS 62 A-Länderspiele bestritten und 13 Tore erzielt. Sie kann zudem auf insgesamt 55 Jugendländerspiele zurückblicken, in denen ihr 20 Treffer gelangen.

Sportlicher Werdegang und Erfolge

  • Erstes Jugend-Länderspiel in Lille (2013)
  • Fünf-Nationen-Turnier U16 in Nottingham(2014)
  • 2. Platz bei der Europameisterschaft U18 in Santanderr (2015)  
  • 2. Platz bei der Europameisterschaft U18, Cork (2016)
  • 5. Platz bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft in Santiago (2016)
  • 4. Platz bei der Juniorinnen-Europameisterschaft in Valencia (2017)
  • Erstes A-Länderspiel in Malaga gegen Spanien (2018)
  • Deutsche Vizemeisterin mit dem UHC in Krefeld (2018)
  • 5. Platz bei der Weltmeisterschaft in London (2018)
  • 3. Platz beim FIH Pro League Grand Final in Amsterdam (2019)
  • 2. Platz bei der Europameisterschaft in Antwerpen (2019)
  • Olympia-Qualifikation für Tokio 2021 (2019)

Deutsche Meisterschaft im Visier

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Im heimischen UHC, der in der winterpausierenden Feldsaison in der Hockey-Bundesliga den ersten Tabellenplatz belegt, zählt die 23-Jährige auch deshalb zu den gefährlichsten Torschützinnen. Nun hofft Lena auf ihre Olympia-Nominierung. Starke Leistungen im Verein, das weiß sie, sind die Grundlage für ihren Olympiastart, umso wichtiger sei ein gutes Abschneiden in der Bundesliga und im Europapokal, für den sich ihre UHC-Damen qualifiziert haben.

"Wir wollen alles gewinnen, was möglich ist, und ich glaube, dass wir ein Team haben, das dafür stark genug ist", sagt Lena und hofft nicht nur auf ein baldiges Ende der vielen notgedrungenen Einschränkungen im Trainings- und Spielbetrieb, sondern auch der Corona-Pandemie.