TK-Safe ist ein digitaler Datentresor, auf den die Versicherten überall und jederzeit mit ihrem Smartphone über die TK-App zugreifen können. Entwickelt wird TK-Safe mit der IBM Deutschland GmbH. TK-Safe läuft erfolgreich im Testbetrieb, sodass wir die elektronische Gesundheitsakte jetzt der Öffentlichkeit vorstellen. Für einen erweiterten Anwendertest können sich nun TK-Versicherte bundesweit vorab registrieren.

Bislang liegen medizinische Daten dezentral bei Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten oder Krankenkassen. Die Patienten haben keinen direkten Zugriff auf ihre eigenen medizinischen Informationen und müssen Röntgenbilder und Labordaten mühsam bei verschiedenen Ärzten anfragen und zusammentragen.

Transparenz: Alle Daten auf einen Blick

Ob im Urlaub, beim Umzug in eine andere Stadt oder bei einem Arztwechsel: Mit TK-Safe hat man seine elektronische Gesundheitsakte jederzeit zur Hand. Alle relevanten Daten, die der TK über ihre Versicherten vorliegen, können diese in ihre Akte laden. So bekommen sie auf Wunsch beispielsweise ihre Impfhistorie, eine Auflistung ihrer verschreibungspflichtigen Medikamente oder Übersichten über ihre Arzt- und Zahnarztbesuche inklusive Diagnosen. Die Informationen können manuell um eigene Daten ergänzt werden. Freiverkäufliche Medikamente lassen sich per Barcodescanner hinzufügen, Arztbriefe oder Röntgenbilder können hochgeladen werden. So entsteht nach und nach eine wertvolle Übersicht über die eigene Gesundheit.

TK-Pressemitteilung: TK stellt elektronische Gesundheitsakte vor

Repor­tage der Pres­se­kon­fe­renz zum Start von TK-Safe

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Digitales Gesundheitswesen braucht digitale Gesundheitskompetenz

In der Bevölkerung findet die elektronische Gesundheitsakte breite Zustimmung, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK zeigt. Drei von vier Befragten halten einen Datentresor für Gesundheitsinformationen für eine gute Idee. Um sich im digitalen Gesundheitswesen zurechtzufinden und Angebote wie TK-Safe nutzen zu können, braucht es jedoch digitale Gesundheitskompetenz.

Die Studie zeigt, dass 43 Prozent der Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren überzeugt sind, dass sie sich in Sachen Gesundheit gut oder sehr gut auskennen. Gut drei Viertel informieren sich digital über Gesundheit. Von denen, für die das Internet keine relevante Quelle ist, fällt es drei Vierteln (76 Prozent) schwer, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden, vielen fehlt es an Vertrauen in Online-Informationen (69 Prozent), 42 Prozent haben Angst vor Panikmache und ein Drittel (33 Prozent) hat Datenschutz-Bedenken. "Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur in die Entwicklung digitaler Anwendungen, sondern auch in die entsprechenden Informationsangebote investieren", so TK-Chef Baas.

TK-Studie Homo Digivitalis

Wie nutzen die Menschen digitale Gesundheitsangebote? Wie finden sie die Idee der elektronischen Gesundheitsakte? Die Studie Homo Digivitalis als pdf.

PDF, 1,3 MB, nicht barrierefrei Downloadzeit: eine Sekunde

Aus Daten müssen Informationen mit Nutzwert für die Versicherten werden

"Die nächste große Revolution in der Medizin sind nicht neue therapeutische oder diagnostische Maßnahmen, sondern die sinnvolle Zusammenführung und Analyse von Gesundheitsdaten", ist Baas überzeugt. "Das reine Vorhalten von Daten bietet keinen Mehrwert, wir müssen aus ihnen Informationen machen, damit sie unseren Versicherten nutzen. Und vor allem müssen sie selbst die Hoheit über ihre eigenen Daten bekommen." Deshalb bestimme bei TK-Safe ausschließlich der Versicherte, was er in seiner Akte ablegen möchte und wem er die Informationen zugänglich macht. Weder die TK noch IBM können darauf zugreifen.

Statement von Dr. Jens Baas zu TK-Safe (PDF, 217 kB, nicht barrierefrei)

Dr. Jens Baas im Inter­view zu TK-Safe


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Datenschutz und sichere Verschlüsselung haben höchste Priorität

Die Versichertendaten werden von TK und IBM Deutschland dreifach gesichert. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt dafür, dass die Akte ausschließlich auf einem registrierten Smartphone mit dem persönlichen Passwort innerhalb der TK-App eingesehen werden kann. Gleichzeitig werden die Daten Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet, dass ausschließlich der Nutzer auf seinem Smartphone die entschlüsselten Informationen sehen kann.

Bei der Entwicklung von TK-Safe stand von Beginn an der Schutz der Daten im Mittelpunkt - schließlich geht es um ein zukünftiges digitales Versorgungstool für mehr als zehn Millionen Menschen. Umso bedeutender sei es, mit TK-Safe einen technischen Standard für die Übertragung von Daten im Gesundheitswesen zu schaffen. Bei einem Kassen- oder Arztwechsel bleiben die Daten weiterhin beim Versicherten. Sobald die Telematikinfrastruktur an den Start geht, wird TK-Safe mit dem elektronischen Patientenfach kompatibel sein. Die Daten werden in einem IBM Rechenzentrum in Deutschland gespeichert.

Matthias Hart­mann im Inter­view zu TK-Safe


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Vernetzung mit Krankenhäusern

Damit Versicherte künftig ihre Daten von Krankenhausaufenthalten schneller in TK-Safe einfließen lassen können, schließt die TK aktuell bundesweit Kooperationsverträge mit Kliniken. Als Vorreiter werden direkt zum Start 16 Kliniken des christlichen Gesundheitskonzerns Agaplesion gAG angebunden sein. Viele weitere Krankenhausbetreiber und Kliniksoftwareanbieter haben bereits ihre Absicht bekundet, sich anzuschließen. Sie decken mehr als die Hälfte der Krankenhausbetten in Deutschland ab. TK-Versicherte bekommen ihre Entlassungsdokumente auf Wunsch aus der Krankenhaus-Software direkt in ihre Gesundheitsakte übertragen.

Statement von Dr. Markus Horneber zu TK-Safe (PDF, 95 kB, nicht barrierefrei)

Dr. Markus Horneber im Inter­view zu TK-Safe


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TK-Ex­pertin Dr. Susanne Ozegowsi im Inter­view zu TK-Safe


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Präsentation von Dr. Susanne Ozegowski zum Start von TK-Safe (PDF, 2,1 MB)

Ansprechpartnerin Presse

Silvia Wirth
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