Kopfschmerzen: Mehr als 13 Prozent der TK-Versicherten in Rheinland-Pfalz in Behandlung
Pressemitteilung aus Rheinland-Pfalz
Mainz, 27. Oktober 2026. Kopfschmerzen und Migräne sind in Rheinland-Pfalz weit verbreitet. Im Jahr 2025 wurden 13,42 Prozent der TK-Versicherten wegen einer entsprechenden Diagnose ambulant ärztlich behandelt. Frauen waren deutlich häufiger betroffen als Männer: Bei ihnen lag der Anteil bei 18,33 Prozent, bei Männern bei 8,46 Prozent.
Eine Migränediagnose erhielten 6,73 Prozent der TK-Versicherten im Land. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Bei den Frauen lag der Anteil bei 10,34 Prozent, bei den Männern bei 3,09 Prozent.
Regelmäßig auftretende Kopfschmerzen ernst nehmen
"Wiederkehrende Kopfschmerzen und Migräne können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Betroffene sollten die Beschwerden ernst nehmen und ärztlich abklären lassen - insbesondere dann, wenn die Schmerzen regelmäßig auftreten, sich verändern oder sehr stark sind. Eine strukturierte Dokumentation der Beschwerden kann dabei helfen, die eigene Situation besser einzuschätzen und das Gespräch in der Arztpraxis vorzubereiten. Deshalb haben die TK und die Schmerzklinik Kiel gemeinsam mit Fachleuten aus der Kopfschmerzversorgung bereits vor zehn Jahren die Migräne-App entwickelt", sagt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.
Migräne-App unterstützt seit zehn Jahren im Umgang mit der Erkrankung
Die Anwendung unterstützt Menschen mit Migräne dabei, ihre Erkrankung digital zu dokumentieren. Nutzerinnen und Nutzer können unter anderem Attacken, Kopfschmerztage, Begleiterscheinungen sowie die Einnahme und Wirkung von Medikamenten erfassen. Die gesammelten Informationen können dabei helfen, individuelle Muster und mögliche Auslöser zu erkennen. Sie lassen sich außerdem für die Vorbereitung auf einen Termin in der Arztpraxis nutzen.
Ergänzend bietet die App unter anderem Entspannungstrainings, physiotherapeutische Übungen und einen KI-gestützten Informationsassistenten. Eine Nutzerbefragung im zehnten Jahr ihres Bestehens gezeigt hat, dass viele App-Nutzer die Migräne-App regelmäßig und schon jahrelang nutzen.
Häufigkeit und Belgleitsymptome der Migräne müssen beobachtet werden
"Bei Migräne ist es sinnvoll, nicht nur die einzelne Attacke zu betrachten. Auch Häufigkeit, Begleitsymptome, mögliche Auslöser und die Wirkung von Medikamenten können für die Behandlung wichtig sein. Digitale Angebote wie die Migräne-App können Betroffene dabei unterstützen, diese Informationen im Alltag festzuhalten und die Erkrankung besser zu verstehen", so Simon weiter. Die Migräne-App ist kostenfrei verfügbar und soll Betroffene niedrigschwellig im Umgang mit ihrer Erkrankung unterstützen.
Hinweis für die Redaktion
Die Auswertungen zu Kopfschmerz- und Migränediagnosen basieren auf den ambulanten Leistungsdaten aller TK-Versicherten in Rheinland-Pfalz für die Jahre 2019 bis 2025. Die Prozentwerte sind gerundet.
Die Migräne-App wurde in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Schmerzklinik Kiel, des bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetzes und der Techniker Krankenkasse entwickelt.