Berliner Kliniken bei der Digitalisierung im Spitzenfeld
Pressemitteilung aus Berlin/Brandenburg
Berlin, 29. September 2026. Die Krankenhäuser in Berlin machen bei der Digitalisierung große Fortschritte. Das zeigt die dritte Erhebung des Konsortiums "Digitalradar Krankenhaus" im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Der sogenannte digitale Reifegrad der Kliniken in der Hauptstadt hat sich nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) auf 59,4 von 100 möglichen Punkten verbessert. Im Jahr 2021 lag der Wert noch bei 37,4 Punkten - und bei 47,4 Punkten im Jahr 2024.
Trotz dieser erneuten Steigerung hat Berlin den Spitzenplatz im Digitalradar an Sachsen abgeben müssen. Brandenburg folgt nach Nordrhein-Westfalen auf Platz 4 und erzielt 57,6 Punkte. Die Hauptstadt und die Mark liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 55 Punkten.
Die am Digitalradar Krankenhaus beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus mehreren Instituten haben je 54 Krankenhäuser aus Berlin und Brandenburg untersucht, bundesweit waren es mehr als 1.500.
"Die Ergebnisse zeigen, dass beide Bundesländer bei der Digitalisierung der Kliniken vorn mit dabei sind", sagt Susanne Hertzer, Leiterin der TK in Berlin und Brandenburg. "Das ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung unserer Gesundheitsregion."
Der digitale Reifegrad wird in sieben Dimensionen gemessen, basierend auf der Erfassung relevanter Daten sowie der Selbsteinschätzung der Krankenhäuser. Dazu gehören unter anderem die IT-Sicherheit, der Ablauf klinischer Prozesse und Organisation sowie Datenmanagement.
Der Digitalradar Krankenhaus wurde eingeführt, um zu ermitteln, in welchem Umfang die Mittel aus dem "Krankenhauszukunftsfonds" zu einer Verbesserung der Digitalisierung führen. Bundesweit erhielten Kliniken durch den Fonds rund 4,3 Milliarden Euro für digitale Projekte.
Ergebnisse der Bundesländer beim Digitalradar-Score
Hinweis für die Redaktion
Die Berichte des DigitalRadars sind hier abrufbar: www.digitalradar-krankenhaus.de