Neuer Rekord bei Herz-Kreislauf-Medikamenten
Pressemitteilung aus Berlin/Brandenburg
Potsdam/Berlin, 4. August 2026. In Brandenburg und Berlin sind im vergangenen Jahr so viele Herz-Kreislauf-Medikamente wie noch nie verschrieben worden. Das zeigt eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). So bekam jede und jeder TK-versicherte Erwerbstätige aus Brandenburg im vergangenen Jahr durchschnittlich 122 Tagesdosen Herz-Kreislauf-Medikamente verordnet. In Berlin lag der Wert bei durchschnittlich 97 Tagesdosen - auch das ein neuer Rekord.
Ein Jahr zuvor waren es in Brandenburg 118 und in Berlin 94 Tagesdosen - im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Zahl noch bei 60 Tagesdosen in Brandenburg und 49 in Berlin.
"Die Zahlen geben Anlass zur Sorge. Prävention kann helfen, viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern oder ihre Symptome zu lindern", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg. "Dazu zählen nicht nur ein gesunder Lebenswandel wie ausgewogene Ernährung und Bewegung, sondern auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen."
Mit durchschnittlich 154 Tagesdosen bekamen männliche Erwerbspersonen, die in Brandenburg leben, im vergangenen Jahr deutlich mehr Herz-Kreislauf-Medikamente verschrieben als Frauen, deren Wert bei 84 Tagesdosen lag. In Berlin waren es bei Männern durchschnittlich 123 Tagesdosen, bei Frauen 67.
Hinweis für die Redaktion
Für die Auswertung hat die TK die Arzneimittelverordnungen ihrer rund sechs Millionen versicherten Erwerbspersonen betrachtet - davon rund 508.000 in Berlin und 184.000 in Brandenburg. Zu den Erwerbspersonen zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie Empfänger und Empfängerinnen von Arbeitslosengeld I.
Als Tagesdosis (Defined Daily Dose, kurz DDD) wird die Dosis eines Arzneimittels bezeichnet, die bei einer bestimmten Indikation im Durchschnitt pro Tag verordnet wird.
Zur TK-Auswertung der Arzneiverordnungen 2025: Gesundheitsreport Arzneiverordnungen 2026 (PDF, 1.6 MB)