Hamburg, 25. Juni 2026. Die Koalition plant mit der Einführung des Primärversorgungssystems einen grundlegenden Umbau der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Unter dem Motto "Digital vor ambulant vor stationär - Die Primärversorgung von morgen" diskutiert die Techniker Krankenkasse (TK) mit Expertinnen und Experten heute in Berlin die Änderungen und Chancen, die damit einhergehen. Vor Beginn der Veranstaltung äußern sich der TK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jens Baas und der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast. 

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK: 

"Die Koalition will sich mit dem geplanten Primärversorgungssystem einem wichtigen Problem in unserem Gesundheitssystem annehmen. Wir brauchen in Deutschland dringend ein modernes Primärversorgungssystem, das sich konsequent am medizinischen Bedarf orientiert und die Patientinnen und Patienten schnell und treffsicher genau dorthin lotst, wo ihnen mit ihren Gesundheitsproblemen am besten geholfen werden kann. Die Entscheidung, ob sie die Hausarztpraxis, Fachpraxen oder ein Krankenhaus ansteuern, ist aktuell noch viel zu oft vom Zufall oder historisch gewachsenen Strukturen geprägt. Hier muss das System den Menschen mehr Orientierung bieten und den Weg durch die Versorgung erleichtern." 

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK: 

"Für uns bedeutet Primärversorgung, dass der Zugang zum Gesundheitssystem und die Koordination der Behandlung nach dem Prinzip 'Digital vor ambulant, vor stationär' erfolgt. Konkret: Die Patientinnen und Patienten schildern vor der Behandlung in einem strukturierten, digital unterstützten Dialog ihre Beschwerden. Auf dieser Basis wird der konkrete Behandlungsbedarf eingeschätzt und es entscheidet sich, ob die Hilfesuchenden ihre Symptome einfach in Ruhe auskurieren sollen oder ob ein Praxis- oder Klinikbesuch notwendig ist. In den meisten Fällen mit Behandlungsbedarf dürfte der Hausarzt die richtige Anlaufstelle sein. Wir rechnen damit, dass sich durch Wegfall unnötiger Arzt-Patienten-Kontakte die Terminsituation für Kassenpatienten entspannen wird." 

Hinweis für die Redaktion

Das heutige Forum Versorgung der TK steht unter dem Motto "Digital vor ambulant vor stationär - Die Primärversorgung von morgen" und findet in den Design Offices Berlin (Humboldthafen, Alexanderufer 3-7, 10117 Berlin) statt.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMG, Tino Sorge, hält dabei eine Keynote zum Primärversorgungssystem. Der Hamburger Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg spricht zu den evidenzbasierten Grundlagen für ein funktionierendes Primärversorgungssystem.

Außerdem gibt es ein Panel mit Staatssekretär Sorge, Dr. Klaus Reinhardt (Präsident der Bundesärztekammer), Professor Dr. Schreyögg und dem TK-Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens Baas zum Thema "Neues Fundament für die Versorgung: Tragen die aktuellen Reformansätze?".

Ein zweites Panel mit Barbara Geiger (BMG), Christine Neumann-Grutzeck (Präsidentin des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten e.V.) und dem stellv. Vorsitzenden des TK-Vorstands, Thomas Ballast, diskutiert die Primärversorgung in der Praxis - was sie erfolgreich und akzeptiert macht.

In einer interaktiven Session können zudem Teilnehmerinnen und Teilnehmer technische Lösungen für zukünftige Primärversorgung ausprobieren und mit Expertinnen und Experten diskutieren.  

Ausführliche Informationen zum Programm: tk.de/forum-versorgung