Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten - Studentinnen und Studenten bleibt während des Semesters für Bewegung oft zu wenig Zeit. Vor allem Studierende der Geistes-und Sozialwissenschaften erweisen sich im Uni-Alltag häufig als Bewegungsmuffel. 

Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie und digitale Lehrangebote haben den bereits vorhandenen Mangel an Sport und körperlicher Betätigung zusätzlich verstärkt. Umso dankbarer wurde während der Lockdowns das gemeinsame Projekt „move4health“ der Freien Universität und der Techniker Krankenkasse angenommen, das zum Sommersemester 2019 mit einer Pilotphase gestartet war.

Mehr als 6.000 Studierende nutzten Trainingsangebot

Mehr als 6.000 Studentinnen und Studenten nutzten allein im Jahr 2020 das Angebot, während der Lehrveranstaltungen am "Pausenexpress" teilzunehmen, zunächst im Hörsaal, dann von zu Hause aus: Von den kurzen Bewegungspausen mit leichten sportlichen Übungen und Lockerungstraining, die ursprünglich in die Live-Vorlesungen integriert werden sollten, wurden kurzerhand Videos produziert. Dozierende können diese in ihre Online-Lehrveranstaltungen oder im Blackboard integrieren. Zudem bieten mehrere Trainerinnen und Trainer mehrmals in der Woche Live-Kurse an, die per Webex ins Homeoffice übertragen werden.

Wegen des großen Erfolgs soll die Kooperation von TK und dem Hochschulsport der FU Berlin fortgesetzt werden: Das ursprünglich nur bis Sommer 2020 geplante Gemeinschaftsprojekt wurde bis 2023 verlängert.

Spielemobil auf dem Campus

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist das Spielemobil an der Freien Universität. Dort können die Studierenden auf dem Campus verschiedene Sportutensilien ausleihen. Ob Badmintonzubehör oder Frisbee-Scheiben - das Spielemobil bietet vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und hilft, mehr Bewegung in den Uni-Alltag zu integrieren.

Damit die Angebote Anklang finden, sollen auch Studierende selbst die Koordination der Maßnahmen planen. Sie können zudem ihre Kommilitonen motivieren und sie in die Aktivitäten einbinden. Ebenso können Lehrende die Planung mitgestalten und ihre Lehrveranstaltung für den Pausenexpress anmelden.