Das neue Präventionsgesetz gibt der Vermeidung von Krankheiten einen höheren Stellenwert. Gleichzeitig wurden Sozialversicherungsträger, Länder und Kommunen verpflichtet, vor Ort bei der Prävention für alle Altersgruppen in den unterschiedlichen Lebenswelten zusammenzuarbeiten. Durch gemeinsame Vorhaben sollen soziale Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen vermindert werden.

In Hamburg finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen und die Stadt bereits seit Jahren gemeinsame Präventionsprojekte, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und auch für Langzeitarbeitslose. An diese gute Zusammenarbeit haben die Hamburger mit der Umsetzung des Präventionsgesetzes nun angeknüpft. 

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Maren Puttfarcken

Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, sagt: "Wir bringen mit den anderen Akteuren gemeinsame Präventionsprojekte - wie im Präventionsgesetz vorgesehen - in den Lebenswelten voran. Parallel dazu engagieren wir uns als TK weiter in eigenen Gesundheitsförderungsprojekten, zum Beispiel im Setting Schule, Kita und Kommune sowie im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Die TK ist hierhin auch weiter wie bisher direkt ansprechbar."

Landesrahmenvereinbarung Prävention

Im September 2016 haben Stadt und Sozialversicherungen, wie Kranken-, Renten- sowie Unfallversicherungen, mit einem Vertrag besiegelt, dass sie gemeinsam die Gesundheitsförderung aller Altersgruppen in ihren Lebenswelten - Kita, der Schule, dem Betrieb, dem Pflegeheim und im Stadtteil - voranbringen wollen. Dieser Vertrag ist die sogenannte Landesrahmenvereinbarung (LRV). Unter diesem Dach entscheiden die Mitglieder über gemeinsame Projekte in den unterschiedlichen Lebenswelten unter Berücksichtigung der Empfehlung des Strategieforums Prävention.

Das Strategieforum Prävention tagt einmal im Jahr unter Leitung von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Hier werden eine mittelfristige Präventionsstrategie für die kommenden drei Jahre diskutiert und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. Dabei beziehen die Mitglieder bestehende Informationen, wie etwa die Gesundheitsberichterstattung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, aber auch Beratungsergebnisse und Präventionsziele des Pakts für Prävention, in ihre Entscheidungen ein. Auch die TK ist hier Mitglied. Ergebnis der Beratungen im Mai 2017: Schwerpunkt der Aktivitäten sollen Präventionsansätze zur Förderung der psychischen Gesundheit sein. Bereits bestehende Aktivitäten zu Bewegung und Ernährung werden weiter gehen. Regionaler Schwerpunkt der gebündelten Aktivitäten sind zunächst die Stadtteile Lurup und Eidelstedt in Hamburgs Nord-Westen.

Informationen für Interessierte

Interessierte Institutionen, die einen Antrag auf trägerübergreifende Förderung für ein Präventionsprojekt in den Lebenswelten stellen möchten, können sich an die Geschäftsstelle der LRV bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung wenden. Kleine und mittlere Betriebe, die gern ein betriebliches Gesundheitsmanagement einführen möchten, können sich an die neu eingerichtete Koordinierungsstelle Betriebliche Gesundheitsförderung wenden. Dort erhalten sie unbürokratische Beratung und Unterstützung. Auch dieses neue Angebot wird von den gesetzlichen Krankenkassen gemeinsam getragen.