Wenn sich im Körper eine Entzündung bildet, reagieren die "Akut-Phase-Proteine" wie das C-reaktive Protein, kurz CRP. Es ist mit einer einfachen Blutuntersuchung nachweisbar. Ein zu hoher CRP-Werte kann auf zahlreiche verschiedene akute bakterielle und chronische Entzündungen (z. B. Morbus Crohn, Rheuma) hindeuten. Insofern muss die Ursache präzise abgeklärt und der CRP-Wert kontrolliert werden.

Wichtig zu wissen: Ein erhöhter CRP-Wert stellt ein Risiko für Ihr Herz dar. Der offizielle Grenzwert liegt für Männer und Frauen bislang bei 5 mg/dl, obwohl laut Forschung das Herzinfarktrisiko schon ab 2,9 mg/dl erhöht ist. Je früher Sie gegensteuern, desto besser schützen Sie Herz und Gefäße.  

US-Studie: Vitamin C schützt das Herz

Vitamin C zählt zu den entzündungshemmenden Antioxidantien. An der California University prüfte jetzt ein Forschungsteam, wie "tatkräftig" Vitamin C Entzündungen entgegenwirken kann. Dazu verglichen sie die Einnahme von Vitamin C und Vitamin E und ermittelten jeweils den CRP-Spiegel im Blut. Die Teilnehmenden erhielten 2 Monate täglich entweder 1000 mg Vitamin C, 800 IE Vitamin E oder ein Placebo-Präparat.

Ergebnis: In der Vitamin C-Gruppe sank der CRP-Wert verglichen mit der Placebo-Gruppe um 25,3 Prozent. Diese Wirkung entspricht laut Studie der herzschützenden Wirkung von cholesterinsenkenden Statinen.

Das bedeutet für Sie

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Männern nur 110 mg und Frauen 95 mg Vitamin C pro Tag. Wer raucht oder eine chronische Erkrankung hat, soll den erhöhten Vitaminbedarf ausgleichen. Bislang gab es aber keine klare Empfehlung, wie hoch die tägliche Dosis sein sollte.

Vitamin C lässt sich aber nicht überdosieren und hat kaum Nebenwirkungen. Angesichts der positiven Wirkung auf das Herzinfarktrisiko spricht vieles für die tägliche Aufnahme von möglichst viel Vitamin C. Auf der Grundlage der US-Studie aus Kalifornien scheint es sinnvoll 1000 mg pro Tag anzustreben.

Tipp 1: Damit Sie tatsächlich von der positiven Wirkung auf das Herz profitieren, sollten Sie auf mögliche Zusatzstoffe von Vitamin C-Präparaten achten. Sprudelnde Brausetabletten oder selbstauflösendes Granulat scheinen attraktiv, aber der Blick auf die Inhaltsstoffe spricht eine andere Sprache. Selbst angeblich zuckerfreie Produkte enthalten jede Menge Zuckerersatzstoffe bzw. Süßstoffe wie Maltodextrin, Glukosesirup, Saccharose und Co. Sie alle stehen in dem Ruf, nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch das Herz zu schädigen.

Tipp 2: Günstig für den Geldbeutel und zugleich frei von Zusatzstoffen ist reines Vitamin C in Pulverform, das Sie in der Apotheke oder im Drogeriemarkt als Ascorbinsäure kaufen können. Außerdem sollten Sie sich grundsätzlich Vitamin C reich ernähren. Gute Vitamin C-Quellen sind Obst und Gemüse, z. B. Paprika, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Petersilie, Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Zitrusfrüchte, Hagebutten oder Gartenkresse.