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Ob Unverpackt-Laden, Wochenmarkt oder Eigeninitiative: Das Prinzip "Zero Waste" - also: keinen Müll produzieren und nichts verschwenden - ist sinnvoll. Zero Waste ist nicht nur ein neuer Lifestyle, sondern auch eine Haltung, die unserer Umwelt guttut und wertvolle Ressourcen schont.

Mittlerweile können Sie vieles plastikfrei oder verpackungsfrei einkaufen: von Lebensmitteln bis zu Shampoo. Immer mehr Läden konzentrieren sich auf das Wesentliche: ein Produkt, das möglichst auch ohne überflüssige Verpackungen auskommt.

Wenn Artikel gesondert geschützt werden müssen (etwa, weil sie zerbrechlich sind), dann verwenden solche Läden umweltverträgliche Verpackungsmaterialien, die sich zum Beispiel recyceln lassen oder die selbst recycelt sind.

Natürlich können auch Sie einen Beitrag zu einer verpackungsfreien Welt leisten.

Verpackungsfrei einkaufen - warum und wo?

Die Verpackungsmüllberge wachsen und wachsen: auf 18,7 Tonnen im Jahr 2017 (UBA) - Tendenz steigend. Auf jeden Bundesbürger entfallen dabei im Schnitt rund 226 Kilogramm - eine Menge "Holz" für jeden von uns.

Das ist schlecht für die Umwelt. Und ein Raubbau an Rohstoffen, die ja nicht unbegrenzt vorhanden sind. Insbesondere Plastik ist ein Problem : Seit den 50er Jahren hat die Menschheit ca. 8 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert - und das meiste davon weggeworfen.

Weltweit werden über 400 Millionen Tonnen Plastik im Jahr produziert - und den größten Teil davon (etwa ein Drittel) machen eben Verpackungen aus. Nach aktuellen Schätzungen werden daher rund 40 Prozent aller Plastikprodukte in weniger als einem Monat zu Abfall (Plastikatlas 2019).

Doch es geht auch anders, wenn alle mitmachen … und zum Beispiel verpackungsfrei einkaufen. Aber wo? Wir haben uns einige Möglichkeiten mal angeschaut.

Unverpackt-Läden - Tante Emma auf hip

In lokalen Unverpackt-Läden wird grundsätzlich alles verpackungsfrei verkauft: Reis, Nudeln, Kaffee, Süßigkeiten, Obst und Gemüse , aber auch Kosmetikartikel wie Seifen und Shampoo, Küchenutensilien und Kleidung.

Das Prinzip: Lose Ware wird abgewogen und in ein Behältnis gefüllt, das Sie selbst mitbringen. Wer keines hat, kann vor Ort Schraubgläser oder andere nachhaltige Verpackungen erwerben, die dann beim nächsten Kauf wiederverwendet werden.

Unverpackt-Läden finden Sie heute fast überall in Deutschland. Eine aktuelle Liste zeigt die Zero Waste Map, wo sich auch nach Läden in Ihrer Nähe suchen lässt. Schauen Sie einfach mal in so einen Shop rein: Sie sind sympathisch, umweltfreundlich, und Gleichgesinnte zum Austausch finden sich beim nachhaltigen Shopping auch.

Unverpackt & plastikfrei einkaufen geht auch online, ist aber nicht ganz das Gleiche, weil hier ja die Versandverpackung anfällt. Machen Sie sich lieber selbst auf den Weg zum nächsten Unverpackt-Laden.

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Credit: Fitnishmedia

Plastikfrei Gemüse einkaufen: Wochenmärkte

Frisch auf den Tisch ganz ohne Verpackung einkaufen: Das war auf Wochenmärkten schon möglich, bevor es wieder Trend wurde. Hier gibt’s oft auch Antipasti, Nüsse, Backwaren und Süßes sowie tierische Produkte wie Eier, Käse und Wurst. Wochenmärkte in Deutschland finden Sie in fast jeder Stadt.

Wer keinen Wochenmarkt in der Nähe hat: Sogenannte Gemüsekisten werden direkt vom Erzeuger ins Haus oder an Annahmestellen in Ihrer Nähe geliefert und können per Abo bestellt werden. Einige Läden nehmen sich auch nicht ganz perfekten Gemüses an, das sonst einfach weggeworfen würde - alles bio, versteht sich.

Biokisten und Ökokisten liefern deutschlandweit, sinnvoll ist auch die Regionalkiste des Verbands Ökokiste. Ein Hinweis zu solchen Kisten: Sie verwenden weniger Verpackung und Plastik - aber ganz ohne Verpackung geht es dort wegen des Transports auch nicht. Hier sind lokale Bio-Kisten oft besser, müssen dann aber auch selbst abgeholt werden.

Egal, ob direkt vom Wochenmarkt oder aus der Bio-Kiste: mit frischen Zutaten lassen sich köstliche Gerichte zaubern. Inspiration für gesunde Rezepte - abgestimmt nach den eigenen Bedürfnissen - erhalten Sie vom interaktiven ErnährungsCoach der TK. 

Hofläden und Mühlen - Unverpackt beim Erzeuger

Auch Hofläden bieten frisches Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, frische Eier und Fleisch oder Mehl, das in eigene Behältnisse abgefüllt werden darf - tolle Sache! Dicht dran ist, wer auf dem Lande wohnt. Für alle anderen lohnt auch mal die Landpartie. Für Hofläden (und Bioläden und Bio-Supermärkte) einfach mal online in einem Bioverzeichnis gucken. Hofläden in der Region finden Sie im Internet, ebenso wie Mühlen und Adressen von Öl-, Senf- und Getreidemühlen. Tipp: Gleich für den Freundeskreis und die netten Nachbarn mit einkaufen! Ist nachhaltiger und oft auch günstiger.

An der Frischetheke ohne Verpackung shoppen

Verpackungsfrei einkaufen geht auch in vielen Supermärkten. Dort können Sie häufig problemlos eigene Dosen mitbringen, in die das Servicepersonal dann Ihre Ware einpackt. Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt die Verbraucherzentrale.
Bei einigen Supermärkten ist das schon möglich, fragen Sie einfach mal in Ihrem Supermarkt an - das Thema Verpackungsmüll brennt auch Großmärkten unter den Nägeln. Ein bisschen sanfter Druck kann nicht schaden!

Unverpacktes in den Stoffbeutel

Verpackungsfreie Ware ist eine Sache. Verpackungs- und plastikfrei shoppen heißt nämlich auch, dass Sie Ihren Einkauf umweltfreundlich nach Hause tragen. Dabei verzichten Sie natürlich am besten auf Plastiktüten und andere Wegwerfbehältnisse. Jute- und Stoffbeutel oder Körbe lassen sich immer wieder verwenden. Gemeinsam sollten wir die Plastikmüllberge kleinkriegen, oder?

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Credit: Unsplash, Laura Mitulla

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