Bremen über dem Bundesschnitt: Grippe-Impfquote leicht gestiegen
Pressemitteilung aus Bremen
- 43 Prozent der TK-Versicherten in Bremen und Bremerhaven wurden im Winter 2025/2026 gegen Grippe geimpft.
- Die Impfquote liegt über dem Bundesdurchschnitt von 40 Prozent.
- Die Möglichkeit, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen, nehmen bundesweit nur wenige Menschen wahr.
Bremen, 29. Oktober 2026. Die Grippe-Impfquote ist erstmals seit 2021/2022 wieder gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Im Winter 2025/2026 ließen sich 43 Prozent der TK-Versicherten ab 60 Jahren in Bremen und Bremerhaven gegen Grippe impfen. Damit liegt Bremen über dem Bundesschnitt von 40 Prozent. Seit dem Höchstwert von 50 Prozent im Winter 2021/2022 hatte sich die Quote der Impfung gegen Influenza in den vergangenen Jahren stets rückläufig entwickelt (2022/2023: 46 Prozent, 2023/2024: 45 Prozent, 2024/2025: 42 Prozent).
"Insbesondere für ältere Menschen und medizinisches Personal bietet die jährliche Impfung einen wirksamen Schutz gegen Grippe. Dass die Impfquote bei den Bremerinnen und Bremern ab 60 Jahren erstmals seit Jahren wieder steigt, ist ein positives Signal. Die seitens der EU vorgesehene Zielquote von 75 Prozent liegt jedoch in weiter Ferne", sagt Christian Boiselle, Leiter der TK-Landesvertretung Bremen.
Bundesweit nur wenige Grippeimpfungen in Apotheken
Seit 2022 kann auch in Apotheken gegen Grippe geimpft werden. Bislang wird die Impfleistung jedoch nur in etwa jeder achten Apotheke angeboten und das Angebot von wenigen Versicherten genutzt. Im Winter 2025/2026 ließen sich bundesweit rund 60.000 TK-Versicherte in einer Apotheke gegen Grippe impfen. Von den TK-Versicherten über 60 Jahren wurden in ganz Deutschland weniger als ein Prozent in einer Apotheke geimpft.
Hinweis für die Redaktion
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen.
Die vorliegende Auswertung der TK bezieht sich auf den Zeitraum von September 2025 bis März 2026.