Bremen, 28. Januar 2026. Der Krankenstand im Land Bremen bleibt auch im Jahr 2025 auf einem hohen Niveau. So war jede bei der Techniker Krankenkasse (TK) im Land Bremen versicherte Erwerbsperson im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 19 Tage krankgeschrieben. Die Zahl der Fehltage entspricht damit ungefähr dem Wert des Vorjahres. Im Jahr 2024 fehlten Erwerbspersonen in Bremen und Bremerhaven rund 19,2 Tage, 2023 im Schnitt 19,8 Tage, krankheitsbedingt im Job. Bundesweit belief sich die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage im Jahr 2025 auf durchschnittlich rund 18,5 Tage.

"Schauen wir auf die Erkältungsdiagnosen als Ursache für eine Krankschreibung, haben sich die Fehlzeiten der Bremerinnen und Bremer nach der Grippewelle im Februar über das Jahr hinweg auf dem Niveau der Vorjahre eingependelt", sagt Sabrina Jacob, Leiterin der TK-Landesvertretung Bremen. In der öffentlichen Diskussion um den Krankenstand stünde aktuell die telefonische Krankschreibung im Fokus. "Wir sollten aber ein besonderes Augenmerk auf die langfristigen Ausfälle richten, die gar nicht per telefonischer Krankschreibung diagnostiziert werden können. Langzeiterkrankungen wie Depressionen oder Burn-out sind zwar seltener, fallen aber durch die oft längere Dauer deutlich mehr ins Gewicht. Zudem hängen solche Diagnosen häufig auch mit der Arbeitszufriedenheit und Belastungen am Arbeitsplatz zusammen", betont Jacob. Arbeitgebende könnten maßgeblich zur Gesundheit ihrer Beschäftigten beitragen, indem sie die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich gestalten.

Erkältungskrankheiten, psychische Diagnosen und Muskelskeletterkrankungen als Hauptursachen

2025 war jede Erwerbsperson im Land Bremen knapp 4,5 Tage mit Erkältungserkrankungen krankgeschrieben (2024: 4,8 Tage). Neben den Erkältungsdiagnosen sind psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen mit rund 4,3 Tagen die zweithäufigste Ursache für eine AU-Meldung (2024: 4,2 Fehltage). Auf Platz drei folgen Muskelskeletterkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle mit im Schnitt knapp 2,5 Fehltagen (2024: ebenfalls 2,5 Fehltage).

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2026. Grundlage dafür bilden die rund 36.000 bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG-1-Empfängerinnen und -Empfänger) im Bundesland Bremen (Stand: Januar 2026).

Unter Fehltagen versteht man die Krankheitstage aufgrund von Krankschreibungen.