Kopfschmerz und Migräne: Mehr als jeder Zehnte in Behandlung
Pressemitteilung aus Bremen
- Über zwölf Prozent der TK-Versicherten im Land Bremen waren 2025 wegen Migräne oder Kopfschmerzen in ärztlicher Behandlung - Frauen deutlich häufiger als Männer.
- Mehr als sechs Prozent der TK-Versicherten in Bremen und Bremerhaven waren 2025 wegen Migräne in Behandlung.
- Seit zehn Jahren unterstützt die gemeinsam von der Schmerzklinik Kiel und der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelte Migräne-App Betroffene - inzwischen wurde sie mehr als 1,14 Millionen Mal heruntergeladen.
Bremen, 6. Oktober 2026. Im Jahr 2025 waren 12,34 Prozent der TK-Versicherten in Bremen und Bremerhaven wegen Migräne oder Kopfschmerzen in ärztlicher Behandlung. Besonders häufig betroffen waren Frauen: Hier lag die Prävalenz sogar bei knapp 17 Prozent. Damit stellen sie mehr als zwei Drittel der Betroffenen. Aufgrund von Migräne waren 2025 6,34 Prozent der TK-Versicherten im Land Bremen in Behandlung. Über 70 Prozent der Migräne-Betroffenen waren Frauen.
"Kopfschmerzen und Migräne sind keine Bagatellen. Für viele Betroffene bedeuten sie wiederkehrende Schmerzen, Einschränkungen im Beruf, in der Familie und in der Freizeit. Wer regelmäßig oder besonders stark unter Kopfscherzen leidet, sollte die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Bei der wohnortnahen Suche nach Kopfschmerzexpertinnen und -experten hilft die Migräne-App", sagt Christian Boiselle, Leiter der TK-Landesvertretung Bremen.
"Bei Migräne kommt es darauf an, die Erkrankung nicht nur im Akutfall zu behandeln, sondern auch die möglichen Auslöser, Belastungen und den individuellen Verlauf im Blick zu behalten. Die Migräne-App unterstützt Betroffene zudem aktiv mit ihrer Erkrankung umzugehen - niedrigschwellig, alltagstauglich und kostenfrei", so Boiselle weiter.
Digitale Unterstützung für Betroffene
Die von der Schmerzklinik Kiel und der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelte Migräne-App bietet seit über zehn eine digitale Möglichkeit, die Versorgung von Menschen mit Migräne niedrigschwellig zu verbessern. Sie ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern ihre Migräneattacken, Kopfschmerztage, Begleitsymptome sowie die Einnahme und Wirkung von Medikamenten festzuhalten.
Die übersichtlich aufbereiteten Daten können dabei unterstützen wiederkehrende Muster und mögliche persönliche Auslöser zu erkennen. Sie können außerdem eine gute Grundlage für das Gespräch in der Arztpraxis sein. Zudem enthält die App Entspannungstrainings, physiotherapeutische Übungen und einen KI-gestützten Informationsassistenten.
Hinweis für die Redaktion
Die Auswertungen zu Kopfschmerz- und Migränediagnosen beziehen sich auf die ambulanten Leistungsdaten aller TK-Versicherten (Prozentwerte gerundet, Daten von 2019 - 2025).
Die Migräne-App wurde in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Schmerzklinik Kiel, des bundesweiten Kopfschmerzbehandlungsnetzes und der TK entwickelt. Weitere Informationen finden Sie auf tk.de .