"Der HealthHack ist dafür da, neue Perspektiven zu öffnen und Ideen anzustoßen", sagt Lina Brand, Project Lead Health Innovation beim Veranstalter, der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Und dieses Versprechen sollte eingelöst werden. Rund 60 Teilnehmende nahmen die Herausforderung am 16. und 17. April im ausgebuchten TRAFO Hub Braunschweig an. In zwölf interdisziplinären Teams entwickelten sie im Rahmen des kompakten Innovationsformats Prototypen, die sich gezielt an realen Problemstellungen aus gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung orientierten.

Im Unterschied zu den Vorjahren standen diesmal ausschließlich vorgegebene "Challenges" im Fokus. Damit sollte einerseits ein einheitliches Wettbewerbsumfeld geschaffen werden, andererseits lag der Schwerpunkt stärker auf Lösungen mit unmittelbarem Praxisbezug und einem möglichst kurzen Weg in die regelhafte Versorgung. 

An Tag eins steckten die Teams - teils bis spät in die Nacht - die Köpfe zusammen und arbeiteten unermüdlich an Ihren Ideen: an Laptops, Flipcharts oder in gemeinsamen Diskussionen. An Tag zwei folgte dann die Präsentation. Nach fünfminütigen Pitches der Teams auf der HealthHack-Bühne zog sich die Jury zurück, um die drei Top-Konzepte auszuzeichnen.

Die Top 3 Ideen des HealthHack 2026

  • Den ersten Platz sicherte sich das Team um das Projekt "MedSim". Die Gruppe entwickelte ein KI-gestütztes Simulationstool, das Trainings für medizinische Notfallsituationen ermöglicht. Grundlage sind reale Fallbeispiele sowie etablierte Leitlinien aus der Praxis. Ziel ist es, insbesondere Auszubildenden und neuen Mitarbeitenden im Rettungsdienst eine sichere und zugleich realitätsnahe Lernumgebung zu bieten.
  • Auf Rang zwei landete das Team CoNurse mit einem digitalen Lernassistenten für die Pflegeausbildung. Die Anwendung setzt auf individualisierte Lernpfade, passt Schwierigkeitsgrad und Tempo an und erlaubt es den Nutzenden, ihren Fortschritt kontinuierlich nachzuvollziehen. Ergänzt wird das Konzept durch interaktive Funktionen, die Rückfragen und vertiefendes Lernen unterstützen.
  • Der dritte Platz ging an das Team WithYou. Entwickelt wurde eine adaptive App, die Menschen mit Beeinträchtigungen bei alltäglichen Aufgaben unterstützt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Nutzenden zu stärken und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern.

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Das Team um die App "MedSim" durfte sich über den ersten Platz freuen. TK-Vertreter Raphael Koßmann (2. von rechts) war Teil der Jury.

Die Techniker Krankenkasse war beim HealthHack nicht nur als Partnerin der ersten Stunde erneut vor Ort, sondern brachte sich auch mit fachlicher Expertise ein. Kollegen der TK unterstützten die Teilnehmenden als Mentoren und entschieden als Teil der fünfköpfigen Jury mit, welche Projekte auf dem Podium landeten.

Der HealthHack steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Sozialministeriums und wird von zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Versorgung unterstützt. Das Format hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovationen in der Region entwickelt. Gleichzeitig ist es Teil einer wachsenden Hackathon-Landschaft, die gezielt auf Zukunftsthemen wie Gesundheit, Pflege und Künstliche Intelligenz ausgerichtet ist.

Informationen

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH vernetzt Menschen und Unternehmen, Wissenschaft und Kommunen mit ihrem Können und Wissen, ihren Kompetenzen und Ideen - metropolregional, national und international. Sie entwickelt und ermöglicht Projekte in den Handlungsfeldern Mobilität, Gesundheitswirtschaft und Standortmarketing. Dabei umfasst sie rund 3,9 Millionen Einwohner*innen auf einem Drittel der Fläche Niedersachsens.