Landtagswahl 2026: Umfrage zur Gesundheitsversorgung
Artikel aus Baden-Württemberg
Was erwarten die Menschen in Baden-Württemberg von der Gesundheitspolitik und für die Gesundheitsversorgung in den kommenden Jahren? Die Ergebnisse einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt hat, unterstreichen Handlungs- und Veränderungsbedarf.
Wahlentscheidende Themen
Die Gesundheitspolitik spielt bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März eine entscheidende Rolle: 91 Prozent der Befragten im Land dieses Thema sehr wichtig oder wichtig für ihre Wahlentscheidung. Damit gehört die Gesundheitspolitik gleichwertig mit der Arbeits- und Wirtschaftspolitik (91 Prozent) sowie der Bildungspolitik (89 Prozent) zu den Top 3 der wahlentscheidenden Themen.
Gesundheit geht uns alle an. Das Thema rückt jetzt umso mehr in den Fokus, da wichtige Weichenstellungen sowohl in der ambulanten und stationären Versorgung als auch in den Bereichen Rettungswesen und Pflege bevorstehen.
Die Mehrheit ist zufrieden
Mehrheitlich sind die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger mit der Gesundheitsversorgung im Land mindestens zufrieden. Das gaben 76 Prozent der Befragten bei der repräsentativen Forsa-Umfrage an. Jede oder jeder Vierte zeigte sich jedoch weniger - oder sogar unzufrieden (24 Prozent).
Votum für Veränderung
Grundsätzlich zufrieden zu sein, bedeutet nicht, dass alles so bleiben darf wie es ist. Dass Reformen im deutschen Gesundheitswesen notwendig sind, bestätigen 96 Prozent der Befragten: 29 Prozent halten eine grundlegende und umfassende Änderung für notwendig, 67 Prozent finden, dass es "an einigen Stellen" reformiert werden sollte.
Reformen sind notwendig, um den Anstieg der Gesundheitsausgaben einzudämmen und die Versicherten finanziell zu entlasten.
Bei der Bewertung einzelner Themen innerhalb des Gesundheitswesens hat vor allem die nachhaltige Finanzierung einen hohen Stellenwert. Für 95 Prozent der Befragten ist sie sehr wichtig oder wichtig, gerade im Hinblick auf steigende Zusatzbeiträge.
Vernetzung ist Ländersache
Wir hoffen, dass auch die neue Landesregierung das Ziel weiterverfolgen wird, Baden-Württemberg zum Vorreiter bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens zu machen.
Die Landespolitik sehen die Menschen in Baden-Württemberg in der Pflicht, wenn es darum geht, für eine bessere Vernetzung zwischen Niedergelassenen, Krankenhäusern und Pflegediensten zu sorgen. 87 Prozent halten das für wichtig oder sehr wichtig. "Dieses Ziel ist nur mit einer flächendeckenden Digitalisierung zu erreichen", erklärt die TK-Landeschefin. Die Menschen in Baden-Württemberg zeigen sich laut Umfrage offen für die Nutzung digitaler Möglichkeiten.
Hintergrundinformation
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November 2025 insgesamt 1.002 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Baden-Württemberg.