• 44 Prozent der TK-Versicherten ab 60 Jahren in Schleswig-Holstein wurden im Winter 2025/2026 gegen Influenza geimpft.
  • Die Impfquote der TK-Versicherten ab 60 Jahren liegt in Schleswig-Holstein 2025/2026 mit 44 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 40 Prozent.
  • Wenige Versicherte nutzen das Angebot der Grippeimpfung in Apotheken.

Kiel, 7. Oktober 2026. Seit fünf Jahren ist die Zahl der Grippeimpfungen in Schleswig-Holstein erstmals wieder gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Im Winter 2025/2026 ließen sich 44 Prozent der TK-Versicherten ab 60 Jahren in Schleswig-Holstein gegen Influenza impfen. Damit liegt die Grippe-Impfquote im Land, wie auch in den vergangenen fünf Jahren, oberhalb der bundesweiten Grippe-Impfquote (40 Prozent 2025/2026).

"Für Menschen ab 60 Jahren und andere Risikogruppen ist die Grippeimpfung ein Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Dass wir in Schleswig-Holstein nun erstmals seit den Jahren der Corona-Pandemie einen Anstieg der Grippeimpfungen beobachten können, ist erfreulich. Trotzdem liegen wir noch weit entfernt von der durch die WHO angestrebte Impfquote von 75 Prozent.", sagt Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Regionale Unterschiede: Höchste Impfquote im Osten Deutschlands

Der Norden landet mit seiner Impfquote der TK-Versicherten ab 60 Jahren bundesweit im Mittelfeld. Schleswig-Holstein (44 Prozent), Hamburg (43 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (43 Prozent) liegen zwar über dem Bundesdurchschnitt (40 Prozent), am höchsten war die Impfquote 2025/2026 aber in Sachsen-Anhalt mit 54 Prozent. Baden-Württemberg hat mit 25 Prozent die bundesweit niedrigste Impfquote.

Höhere Grippe-Impf­quoten in östli­chen Bundes­län­dern

Infografik: Höhere Grippe-Impfquoten in östlichen Bundesländern. Quelle: TK Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Die Impfquote der Ü-60-Jährigen im Winter 2025/2026 lag bundesweit bei 40 %. In den östlichen Bundesländern sind die Impfquoten höher. 

Noch wenige Grippeimpfungen in Apotheken

Seit 2022 kann auch in Apotheken gegen Influenza geimpft werden. Bislang bietet das bundesweit nur etwa jede achte Apotheke an und wenige Versicherte nutzen das Angebot. Im Winter 2025/2026 ließen sich deutschlandweit nur rund 60.000 TK-Versicherte in einer Apotheke eine Grippeschutzimpfung verabreichen. Von den TK-Versicherten ab 60 Jahren wurden weniger als ein Prozent in einer Apotheke geimpft.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen.

Die vorliegende Auswertung der TK bezieht sich auf den Zeitraum von September 2025 bis März 2026. Die Zahl der TK-Versicherten in Schleswig-Holstein betrug 2025 insgesamt rund 566.000.