Hamburg, 30. März 2026. Heute hat die vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzte Finanzkommission Gesundheit ihre Vorschläge vorgestellt, um die Krankenkassenbeiträge 2027 zu stabilisieren. Dazu sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK):  

"Die Kommission hat geliefert, jetzt ist die Regierung am Zug. Sie darf keine Zeit verlieren, wenn die Krankenkassenbeiträge zum Jahreswechsel stabil bleiben sollen. Die Prognosen gehen aktuell von einem zweistelligen Milliardendefizit in der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Die Regierung hat jetzt die Chance, ein Gesetz mit Gegenmaßnahmen auf den Weg zu bringen.  

Die Kommission hat viele sinnvolle Vorschläge für die verschiedenen Bereiche gemacht, um die starken Kostensteigerungen zu bremsen, zum Beispiel die teure Doppelvergütung für Terminvermittlungen von Ärztinnen und Ärzten abzuschaffen und die Erhöhung des Herstellerrabatts auf Arzneimittel. Auf solche Lösungsvorschläge zur Begrenzung der Ausgaben muss sich die Politik fokussieren. Jeder Bereich muss nun seinen Beitrag leisten. Denn klar ist: Die Beitragszahlenden wurden in den vergangenen Jahren über die Schmerzgrenze hinaus belastet, die Beiträge liegen bereits auf Rekordniveau. Die Regierung hat nun alles auf dem Tisch, um zu verhindern, dass es so weitergeht. Das von der Kommission geforderte Prinzip, dass die Ausgaben nicht stärker steigen dürfen als die Einnahmen, ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Heftiger Gegenwind ist programmiert, jetzt ist politische Durchsetzungsstärke gefragt." 

Hinweis für die Redaktion

Die TK ist mit rund 12,3 Millionen Versicherten Deutschlands größte Krankenkasse.