• Das Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht im Jahr 2027 - zusätzlich zur normalen Steigerung - eine weitere Erhöhung der BBG um 300 Euro im Monat vor. Auch die Versicherungspflichtgrenze steigt.  

  • Die TK kritisiert diese Maßnahme.  

  • Wenn freiwillig Versicherte in die private Krankenversicherung abwandern, schwächt das die gesetzliche Krankenversicherung dauerhaft. 

Was ist die Beitragsbemessungsgrenze?  

Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Bruttogehalt Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung berechnet werden. Im Jahr 2026 liegt sie bei 69.750 Euro im Jahr, das sind 5.812,50 Euro im Monat. Die BBG wird jedes Jahr von der Bundesregierung neu festgelegt. Grundlage ist die Entwicklung der Einkommen in Deutschland. 

Was bedeutet das Gesetz für Beitragszahlende?  

Das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze sieht im Jahr 2027 - zusätzlich zur normalen Steigerung - eine weitere Erhöhung der BBG um 300 Euro im Monat vor. Betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständige und Arbeitgeber werden also finanziell zusätzlich belastet.  

Nach aktuellen Berechnungen müssten angestellte Versicherte, die auf oder über der BBG liegen, sowie ihre Arbeitgeber jeweils etwa 50 Euro im Monat mehr bezahlen.  

Was bedeutet das Gesetz für die GKV?  

Auf den ersten Blick mag die Anhebung der BBG nach einer einfach umzusetzenden Maßnahme klingen, um die Einnahmen der GKV zu erhöhen. Doch sie kann auch zur Minusrechnung für die GKV werden - nämlich dann, wenn freiwillig Versicherte in die private Krankenversicherung (PKV) abwandern. Auch wenn die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt), die darüber entscheidet, ob jemand in die PKV wechseln kann, erhöht wird, ist das Wechselpotenzial noch groß. Dabei beachten viele junge Versicherte nicht, dass Beiträge in der PKV im Alter deutlich steigen und häufig zur Kostenfalle werden. Davor warnt auch die Verbraucherzentrale.

Gibt es eine erhöhte Wechselbewegung und verliert die GKV damit viele Besserverdienende, dann hat die Maßnahme schon in wenigen Jahren eine negative finanzielle Auswirkung für die GKV und schwächt deren Einnahmen dauerhaft. Deshalb hatten auch die Expertinnen und Experten der Finanzkommission Gesundheit von der BBG-Erhöhung abgeraten. 

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Sie sind bei der TK versichert? Auf tk.de finden Sie alle Informationen darüber, welche Vorteile die gesetzliche Krankenversicherung bietet.

Auf LinkedIn erklärt TK-Chef Dr. Jens Baas in seinem Kurzvideo-Format #BaasDirekt, warum die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze der falsche Weg ist.