Erfurt, 9. März 2026. Wie verhalte ich mich bei Fieber, Schwindel oder Bauchschmerzen richtig? Die Suche nach einer passenden medizinischen Versorgung ist für viele Menschen in Thüringen herausfordernd. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) sagten 42 Prozent der Befragten, dass es ihnen schwer oder sogar sehr schwer falle, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden die passende Ärztin oder den passenden Arzt zu finden.

Systematische Navigation durch den Dschungel medizinischer Versorgung

"Die Ergebnisse der Befragung zeigen uns einmal mehr, dass viele Menschen in Thüringen das Gesundheitssystem als schwer durchdringlichen Dschungel empfinden. Sie sind zu oft auf sich allein gestellt", sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen.

Schwie­rig­kei­ten, die passende Arzt­praxis zu finden

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42 Prozent der Menschen in Thüringen empfinden es als schwer, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden die passende Arztpraxis zu finden. (Grafik/Quelle: repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK)

"Wann Menschen wie versorgt werden, hängt noch zu oft vom Zufallsprinzip, historischen Mustern, der eigenen Beharrlichkeit am Telefon oder auch von Vergütungsanreizen ab. Das eigentliche Kriterium sollte aber immer und an jeder Stelle, an der man Kontakt zum Gesundheitssystem hat, gleich sein: die medizinisch gebotene Behandlung. Wer krank ist, möchte schnell wissen, wo er am besten versorgt ist", sagt Dressel weiter.

Der passende Weg muss dabei nicht immer über den Hausarzt führen. Ergebnis der Ersteinschätzung kann ebenso ein Termin beim Facharzt sein. Je nach Beschwerden könnte auch eine Beratung durch medizinisches Fachpersonal geboten sein oder als erster Schritt Bettruhe.

Erstein­schät­zung nutzen

61 Prozent der Befragten in Thüringen können sich vorstellen, eine medizinische Ersteinschätzung zu nutzen. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
61 Prozent der Befragten in Thüringen können sich vorstellen, eine medizinische Ersteinschätzung zu nutzen. (Grafik/Quelle: repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK)

"Wichtig ist, dass die Einschätzung überall gleich ausfällt. Egal, ob ich bei der 116117 anrufe, in der Arztpraxis am Tresen stehe oder die Einschätzung digital in der Kassen-App durchführe", sagt Dressel.
Ein Großteil der Menschen in Thüringen, nämlich 61 Prozent, kann sich vorstellen, eine solche Ersteinschätzung zu nutzen.

Terminvergabe nach medizinischer Dringlichkeit

Die Ersteinschätzung soll nach Meinung der TK auch dazu führen, dass es bei der Terminvermittlung nur nach medizinischer Dringlichkeit geht und einheitliche Standards gelten. Um das auch bei digitaler Ersteinschätzung sicherzustellen, fordert die Kasse eine einheitliche digitale Terminplattform, an die ein festes Kontingent freier Termine von den Arztpraxen gemeldet wird.

Hinweis für die Redaktion

Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 insgesamt 500 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Thüringen. Die ausführlichen Forderungen der TK finden Sie auf der dazugehörigen Themenseite "Zukunft der ambulanten Versorgung" .