Thüringerinnen und Thüringer 2025 weniger krankgeschrieben
Pressemitteilung aus Thüringen
Erfurt, 27. Januar 2026. TK-versicherte Erwerbstätige in Thüringen waren 2025 vier Prozent weniger krankgeschrieben als im Vorjahr. Gleichzeitig bleibt der Krankenstand auf hohem Niveau. Statistisch betrachtet meldete sich 2025 jede und jeder TK-Versicherte im Freistaat durchschnittlich an 20,70 Tagen krank. Das entspricht einem Krankenstand (KS) von 5,67 Prozent. Ein Jahr zuvor konnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 21,65 Tage wegen gesundheitlicher Probleme nicht arbeiten (KS: 5,91%), 2023 waren es 22,09 Tage (KS: 6,05). Das geht aus aktuellen Daten der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
Damit bestätigen die Daten des Gesamtjahres die Tendenz, die auch schon Ende 2025 absehbar war. Die Thüringerinnen und Thüringer sind weiterhin mehr krankgeschrieben als der Bundesdurchschnitt (18,6 Tage).
Weniger Fehltage bei Erkältungsdiagnosen
Ein Grund für den Rückgang sind weniger Fehltage wegen Erkältungskrankheiten, zu denen Grippe, Corona oder andere Atemwegsinfekte gezählt werden: In Thüringen fehlten TK-Versicherte 2025 an 4,91 Tagen aufgrund einer Erkältungsdiagnose - 2024 waren Erkältungskrankheiten an 5,39 Tagen Grund für eine Krankschreibung, 2023 an 5,88 Tagen.
Auch bei der zweithäufigsten Ursache für Krankschreibungen - bei psychischen Diagnosen wie Depressionen oder Angststörungen - sind die Zahlen leicht rückläufig. Sie sanken im Jahresvergleich von 3,77 (2024) auf 3,51 Fehltage (2025).
Rückenschmerzen, ein Bandscheibenvorfall oder andere Krankheiten des Muskelskelettsystems waren der dritthäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit im Freistaat und blieben relativ konstant mit knapp 3 Fehltagen (2025: 3,10 Fehltage; 2024: 3,16 Fehltage).
Kurzzeiterkrankungen mit vergleichsweise geringem Einfluss
"Kurzzeiterkrankungen von ein bis drei Tagen verursachen nur etwas unter sieben Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage. Langfristige Krankschreibungen sind zwar seltener, fallen aber deutlich mehr ins Gewicht", sagt Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen, mit Blick auf die aktuelle Debatte über die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.
Langzeitkrankschreibungen machen Großteil der Fehltage aus
"Wir sollten den Blick auf Lösungen bzw. Prävention für und von Langzeiterkrankungen richten. Arbeitgeber haben einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Beschäftigten, zum Beispiel durch Betriebliches Gesundheitsmanagement , bei dem auch die Krankenkassen unterstützen."
Umgang mit steigender Komplexität sollte frühzeitig gelernt werden
"Die Anforderungen unserer Zeit, wie steigende Komplexität, ständige Erreichbarkeit und die Informationsflut, betreffen nicht nur das Arbeitsleben. Gleichzeitig kommen dort Arbeitsverdichtung und neue Formen der Arbeit hinzu, die eine hohe Leistungsfähigkeit und häufig auch Veränderungs- und Lernfähigkeit von Beschäftigten erwarten", sagt Dressel weiter.
"Daher ist es wichtig, langfristige Strategien zu entwickeln, um gesundheitsförderlich und -schützend mit Belastungen umzugehen und immer wieder Kraft zu schöpfen. Dazu gehören auch so banal klingende Dinge wie wirklich erholsame Pausen zu machen, um dann in anderen Phasen wieder leistungsfähig zu sein. Einem Drittel der Beschäftigten gelingt es nicht, von der Arbeit abzuschalten."
Auch dafür bietet die TK Unterstützung. Für Erwachsene zum Beispiel Gesundheitskurse und Online Coaches, für Kinder und Jugendliche gibt es
Gesundheitsförderungsprogramme
, die an Kitas und in Schulen umgesetzt werden und die jungen Menschen ein Leben lang stärken.
Hinweis für die Redaktion
Die Zahlen stammen aus den Auswertungen zum TK-Gesundheitsreport. Grundlage dafür bilden die rund 6,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und -Empfänger), Stand: 21. Januar 2026.
In Thüringen versichert die TK über 130.000 Menschen.
Die TK unterstützt Arbeitgeber beim Aufbau eines strukturierten Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), um Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten mit einem großen Angebot an Beratung und weiteren praktische Maßnahmen wie zum Beispiel Fachvorträge, Seminare, Gesundheitstage und Kurse im Unternehmen. Weitere Infos gibt es auf dem Firmenkundenportal der TK .
Für Versicherte hat die TK ein großes Angebot an Programmen und digitalen Anwendungen zur Stressreduktion und Entspannung. Neben den TK-Gesundheitskursen vor Ort oder online gehören dazu zum Beispiel die TK-Coach-App und die Meditations-App "Balloon" .