• Zahl der an Schlaganfall gestorbenen Menschen im Südwesten zwischen 2015 und 2025 um 17 Prozent gesunken
  • Das vor zehn Jahren erneuerte Schlaganfall-Konzept Baden-Württemberg hat sich bewährt
  • Behandlung in Schwerpunkt-Krankenhäusern zahlt sich aus  

Stuttgart, 27. Oktober 2026. Rund 40.000 Menschen erleiden in Baden-Württemberg pro Jahr einen Schlaganfall. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) überleben immer mehr Patientinnen und Patienten dieses Ereignis. Während im Jahr 2015 noch 85 von 100.000 Einwohnern im Südwesten an Schlaganfällen und anderweitigen Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn gestorben sind, waren es zehn Jahre später nur noch 57,2. Die TK bezieht sich dabei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, bei denen der Faktor Alter eliminiert wurde. 

Zahl der Menschen mit Todesursache Schlaganfall von 7.704 auf 6.394 gesunken 

"In diesem Zeitraum ist die Zahl der Menschen mit Todesursache Schlaganfall im Südwesten von 7.704 auf 6.394 gesunken", sagt Nadia Mussa, Leiterin der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, anlässlich des Welt-Schlaganfalltags am 29. Oktober. Das entspricht einem Rückgang um rund 17 Prozent. 

Schlaganfall-Konzept wurde vor zehn Jahren verschärft

Einen wichtigen Grund für die Verbesserung sieht die TK in dem vor rund zehn Jahren modifizierten Schlaganfall-Konzept des Landes. "Da wurde festgelegt, dass alle Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf einen akuten Schlaganfall in eine zertifizierte Schlaganfallstation eingewiesen werden müssen", erläutert Mussa. Zudem wurden die Vorgaben für personelle und fachliche Anforderungen verschärft. 

Kaum noch Behandlungen in Kliniken ohne Schlaganfall-Expertise

Dies hat dazu geführt, dass nur noch rund zwei Prozent der Patientinnen und Patienten in einer Klinik ganz ohne Schlaganfall-Expertise versorgt werden. Im Jahr 2015 waren es noch knapp zwölf Prozent", betont Nadia Mussa. Dies geht aus einer Auswertung der QiG BW (Qualitätssicherung im Gesundheitswesen Baden-Württemberg) hervor. 

Behandlung in Schwerpunkt-Krankenhäusern zahlt sich aus 

"Die Verbesserungen im Bereich Schlaganfall sind ein klarer Beleg dafür, dass sich eine gezielte Steuerung der Behandlung mit der Bildung von Schwerpunkten positiv auf die Qualität der Versorgung auswirkt", so die Leiterin der TK-Landesvertretung. Im Zuge der Krankenhausreform sollen sich die Krankenhäuser in Zukunft stärker als bisher auf solche Leistungen konzentrieren, für die sie personell und technisch gut ausgestattet sind. 

Hinweis für die Redaktionen

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 13 überregionalen Schlaganfallzentren, 21 regionale Schlaganfallschwerpunkten und 17 lokalen Schlaganfallstationen.