"Babys nicht schütteln!": Präventionsarbeit in Rheinland-Pfalz wird fortgesetzt
Artikel aus Rheinland-Pfalz
Um über die Risiken des kindlichen Schütteltraumas zu informieren und konkrete Hilfsangebote aufzuzeigen, setzen die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK), die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ihre gemeinsame Präventionsarbeit fort.
Die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK), die rheinland-pfälzische Landesregierung und die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz setzen ihre gemeinsame Präventionsarbeit zum sogenannten "kindlichen Schütteltrauma" fort. Die Partner haben es sich zum gemeinsamen Ziel gemacht, Eltern und andere Betreuungspersonen von Kleinkindern frühzeitig über die Risiken eines unbeherrschten Hin- und Herschleuderns zu informieren und auf Unterstützungsangebote im Land aufmerksam zu machen.
Babys niemals schütteln - es besteht Lebensgefahr
Denn langes anhaltendes Schreien kann Eltern und Betreuungspersonen an ihre Belastungsgrenzen bringen. Das Baby allerdings in einem Moment der Unbeherrschtheit zu schütteln, kann jedoch zu schwerwiegenden Hirnschädigungen führen, lebenslange Beeinträchtigungen zur Folge haben und sogar tödlich enden. Die Neuauflage des Flyers "Babys nicht schütteln!" gibt praktische Hinweise und nennt Hilfsangebote in Rheinland-Pfalz.
Experten gehen von hoher Dunkelziffer aus
Bis zu 200 Babys in Deutschland erleiden pro Jahr ein sogenanntes kindliches Schütteltrauma. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Die gemeinsame Initiative setzt deshalb auf frühzeitige Aufklärung und Information. Das Engagement soll zugleich dazu beitragen, Belastungs- und Überforderungssituationen in der ersten Zeit mit einem Baby zu enttabuisieren und deutlich zu machen: Wer an seine Grenzen gerät, darf und sollte Unterstützung in Anspruch nehmen.