Netzgänger 3.0 - Sicher durch die digitale Welt

Peer-to-Peer-Projekt zur Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen

Generation Kopf unten: Neun von zehn Zwölfjährigen besitzen ein Smartphone, drei Stunden pro Tag verbringen sie durchschnittlich online. Die digitale Welt gehört längst zum Alltag im Kinderzimmer. Schon Kleinkinder wissen heute, wie das richtige Wischen und Klicken auf Displays funktioniert. Mit den Möglichkeiten des Internets und der Sozialen Medien ist jedoch auch die Anzahl der Stolpersteine und Risiken gestiegen.

 

Das Präventionsprojekt Netzgänger 3.0 von Condrobs e.V. und Techniker Krankenkasse setzt genau hier an. Wir unterstützen Schüler darin, Gefahren in der digitalen Welt zu erkennen, zu vermeiden und einen maßvollen Umgang mit dem Internet zu entwickeln. Die Jugendlichen lernen, ihr eigenes Verhalten in der digitalen Welt kritisch zu reflektieren.

 

Gleich und gleich belehrt sich gern: Das Peer-to-Peer-Konzept

 

Das Besondere am Projekt: Nicht Lehrer, sondern Schüler vermitteln die Inhalte. Wenn Erwachsene auf die Gefahren des Internets hinweisen, wirkt das auf Jugendliche oft als Belehrung. Deshalb übernehmen bei Netzgänger 3.0 Schüler aus höheren Jahrgangsstufen, die sogenannten „Peers“, die Lehrerrolle. Sie haben Vorbildfunktion, können jedoch gleichzeitig auf Augenhöhe mit den Fünft- und Sechstklässlern kommunizieren. Da ein Großteil der Mediennutzung in der Freizeit stattfindet, sind bei Netzgänger 3.0 auch die Eltern mit im Boot. Auf einem Elternabend werden sie über das Konzept und die Ziele des Projekts informiert, damit die Kinder auch zu Hause Unterstützung beim sicheren Umgang mit den Neuen Medien haben.

 

Netzgänger 3.0 ist 2016 mit zwölf Schulen im Münchener Raum gestartet. 195 Peers wurden ausgebildet, die 1.500 Schüler in Workshops betreut haben. 2017 wird das Projekt auf weitere Teile Bayerns ausgedehnt.

 

 

Was ist Netzgänger 3.0?