Digi­Kids in Aktion

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Kinder werden heute vom Tag ihrer Geburt auf unterschiedlichste Weise mit den Neuen Medien konfrontiert. Eltern haben beispielsweise ihr Smartphone meist dabei und so gibt es mancher dem Kleinkind auch schnell mal zum Spielen in die Hand. Und selbst Eltern, die ihrem Kind die Neuen Medien in den ersten Lebensjahren konsequent verweigern, werden mitunter von einer eingehenden Nachricht auf dem Handy abgelenkt - obwohl sie dem Nachwuchs eigentlich gerade die Welt erklären wollten. Die Liste mit Momenten, in denen die Neuen Medien unseren Alltag und den zwischenmenschlichen Kontakt stark beeinflussen, lässt sich beliebig fortsetzen.

Smartphones und Tablets sind Teil des Familienalltags und gehören so schon bei den Kleinsten zur Lebensrealität.  Nicht immer bringt  der Medienkonsum auch einen echten Mehrwert, oft ziehen digitale Medien die Menschen zu Hause und unterwegs an und binden einfach deren Aufmerksamkeit. Gerade Kinder fühlen sich von der Technik, die auch die Erwachsenen so fesselt, magisch angezogen. Besonders anschaulich zeigt dies das Kinderbuch "Lotta und Klicks", das DigiKids-Projektleiter Benjamin Wockenfuß als ein Baustein im Rahmen des Projektes entwickelt hat. (Illustratorin: Stefanie Messing)

Lotta und Klicks - Helden von DigiKids

Montagmorgen bei Lottas Familie: Alle trödeln herum, Papa muss dringend noch E-Mails beantworten - und drückt Lotta und ihrem kleinen Bruder Lukas so lange das Smartphone in die Hand. Nicht mal Familienhund Klicks kann die beiden ablenken, so vertieft sind sie in die digitale Welt.

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Über Homeoffice und Smartphone-Beschäftigung vergessen alle die Zeit. Nur Klicks nicht. Als sie dann doch noch, kurz vor knapp, in die Kita fahren, passiert es: Klicks geht verloren! Wie finden sie den Hund nun wieder? Lotta ist untröstlich. Doch Papa hat zum Glück eine ganz besondere App auf dem Handy … 

Und schon sind wir mittendrin, in der Geschichte von Lotta und Klicks. Gleich zu Beginn ahnen wir schon: Digitaler Medienkonsum ist einerseits tückisch, andererseits äußerst hilfreich - Medieneinsatz ist eben immer eine Frage des Zeitpunktes und des Zwecks. Und genau das zeigen Lotta und ihr Klicks in dem Buch. 

DigiKids und seine Helden erreicht Kinder im Kita-Alter - in einer Lebensphase, in der sie stark durch Vorbilder geprägt werden. Gesundheitsförderliche Erlebens- und Verhaltensweisen beeinflussen den Nachwuchs hier ganz entscheidend. DigiKids trägt dazu bei, dass Kinder lernen selbstwirksam und selbstregulatorisch mit digitalen Medien umzugehen und diese Fähigkeiten im Laufe ihres Lebens weiter ausbilden. Denn digitale Medien und virtuelle Kommunikation sind aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Eine gut ausgeprägte Medienkompetenz ist deshalb eine wichtige Basis für ein selbstbestimmtes Leben. 

Medienkompetenz für Kinder und Erwachsene

Medienkompetenz beschränkt sich nicht nur darauf zu wissen, wie ein Gerät sachgemäß bedient wird. Vielmehr beinhaltet sie auch, dass der Anwender Inhalte intellektuell und emotional verarbeitet und Informationen kritisch hinterfragen kann. Sie umfasst auch die Fähigkeit von Erwachsenen einschätzen zu können, wie viel Medienkonsum gesund und altersgerecht ist. Um Medienkompetenz und damit auch die Gesundheit der Kinder frühzeitig und zielgerichtet zu fördern, bedarf es geeigneter Präventionsansätze. Dafür sind immer auch wichtige Bezugspersonen und Rollenvorbilder einzubeziehen. Das Kinderbilderbuch "Lotta und Klicks" zahlt auf diese Ziele ein. Es ist im Rahmen des Modellprojekts Digikids der HLS und der Techniker Krankenkasse zur Entwicklung und Erprobung neuer Präventionsmaßnahmen (§20 g SGB V) entstanden.

Virtuell und analog natürlich verbinden

Das Projekt DigiKids will dabei helfen, die digitalen Medien frühzeitig zu entzaubern. Es geht darum, Kinder zu befähigen, sich in digitalen Lebensräumen souverän zu bewegen, anstatt von ihnen beherrscht zu werden. Einen Eindruck davon, wie das Projekt funktioniert, vermittelt auch die Homepage von DigiKids. Gleichzeitig will DigiKids die Verbindung der Kinder zur analogen Welt erhalten, stärken und weiterentwickeln sowie Eltern und Pädagogen in diesen Prozess einbinden. Die TK möchte, gemeinsam mit der HLS und dem Projektleiter von DigiKids, das wichtige und große Thema Medienkompetenz angehen, solange die Menschen, die es betrifft, noch klein sind!

Die Menschen, die sich die für das Gelingen von DigiKids einsetzen, sind:

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Susanne Schmitt, als Geschäftsführerin der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. ist es ihre Aufgabe Projekte im Blick zu haben, die Menschen in ihrem Lebensumfeld, wie zum Beispiel Kita oder Schule, erreicht und stärkt. Sie findet: "DigiKids setzt zum richtigen Zeitpunkt an. Eine gut ausgebildete Medienkompetenz ist die Basis für eine digitale Balance und ist in unserer modernen Gesellschaft inzwischen eine relevante Lebenskompetenz."

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Benjamin Wockenfuß ist der Projektleiter von DigiKids. Der Social Media Manager und Suchttherapeut erklärt Kindergarten- und Grundschulkindern zum Beispiel, wie sie sinnvolle Apps von Nonsens-Angeboten unterscheiden oder wie sie Tablet und Smartphone kreativ einsetzen können. Auch Programmieren bleibt für Kinder bei DigiKids kein Geheimnis, spielerisch lernen sie die Programmiersprache - wie eine Fremdsprache. 

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Dr. Sabine Voermanns leitet den Bereich Gesundheitsmanagement bei der TK. Ihr ist es wichtig, das Thema Medienkompetenz bereits im Kindergarten anzugehen. "Wir wollen auch mit dieser Förderinitiative Folgen vorbeugen, die durch einen möglicherweise ungefilterten und zu hohen Medienkonsum entstehen können", so die TK-Expertin.

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