Forsa-Befragung: 53 Prozent der Menschen in M-V wünschen sich mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen
Pressemitteilung aus Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin, 30. September 2026. Mehr als die Hälfte der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind der Meinung, dass Digitalisierung in der Gesundheitspolitik in den nächsten Jahren wichtig bzw. sehr wichtig sein sollte. Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dabei haben die Befragten konkrete Anwendungen im Blick. Mehr als die Hälfte der befragten Personen kann sich vorstellen, zukünftig Termine online zu buchen (54 Prozent). Einen Chat mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin zu nutzen, ist für 37 Prozent eine Option. Auch die Videosprechstunde bei einer Haus- oder Facharztpraxis ist eine akzeptierte Kontaktmöglichkeit. 50 Prozent können sich vorstellen diese zu nutzen bzw. nutzen diese bereits.
"Digitale Tools und Services sind längst in der Lebensrealität der Menschen angekommen. Es ist wichtig, dass das Gesundheitswesen mit diesen Entwicklungen Schritt hält und die Versorgung durch digitale Angebote verbessert wird," erklärt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.
Menschen in M-V bewerten medizinische Einschätzung als positiv
Für einen großen Teil der Bevölkerung ist das Internet die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen. Rund die Hälfte der Teilnehmenden (44 Prozent) gab an, dass sie sich bei einer neu auftretenden, nicht lebensbedrohlichen, gesundheitlichen Beschwerde zunächst über eine Suchmaschine im Internet informieren. Oftmals fehlt es jedoch an fachlich fundierten Informationen und qualitätsgesicherten Inhalten. Um die Gesundheitskompetenz ihrer Versicherten zu stärken, bietet die Techniker die "Doc-App" an. TK-Versicherte können sich mit Hilfe der App medizinische Hilfe von Ärztinnen und Ärzten holen, ärztliche Termine vereinbaren oder einen Symptom-Checker nutzen. Somit wird versucht auf die Bedürfnisse der Versicherten einzugehen. Die Umfrageergebnisse zeigen nämlich, dass knapp 60 Prozent ein großes bis sehr großes Interesse daran haben, Unterstützung seitens ihrer Krankenkasse zu bekommen, wenn es um die Koordination von Arztterminen sowie die Prävention von Erkrankungen geht.
Eine digital-gestützte medizinische Ersteinschätzung kann helfen, Patientinnen und Patienten schneller auf den passenden Versorgungspfad zu führen. Die TK fordert auf Grundlage dieser Einschätzung eine vernetzte Terminplattform worüber freie ambulante Termine für die Patientinnen und Patienten einfach buchbar sein sollten. Die Bundesregierung sollte eine solche Ersteinschätzung im Rahmen eines Primärversorgungssystems einführen. Die Menchen in Mecklenburg-Vorpommern sind dafür offen: 54 Prozent der Befragten bewerten die Einführung einer digitalen medizinischen Ersteinschätzung als positiv und würden das Angebot in Anspruch nehmen.
"Digitale Prozesse bieten das Potential, dass Abläufe im Hinblick auf Patientenorientierung und Transparenz besser werden. Eine einheitliche digitale medizinische Ersteinschätzung vor der Behandlung kann beispielsweise dabei helfen, Patientinnen und Patienten zielgerecht dahin zu lotsen, wo ihnen mit ihren Beschwerden am besten geholfen werden kann. Wenn diese mit einer zentralen digitalen Terminplattform kombiniert wird, können die Versorgungsanliegen durch zeitnahe Termine von der jeweils passenden Anlaufstelle bedient werden. Die Orientierung am tatsächlichen Versorgungsbedarf sollte dabei der Terminvergabe stets im Vordergrund stehen," betont Austenat-Wied.
Hinweis für die Redaktion
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Februar 2026 insgesamt 1.002 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.