Schwerin, 4. August 2026. Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern waren im Jahr 2025 durchschnittlich 33 Tage krankgeschrieben. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen. Im Vorjahr beliefen sich die Fehlzeiten auf 32,6 TageDamit ist der Krankenstand in der Pflege weiterhin auf einem hohen Niveau und liegt im bundesweiten Vergleich deutlich über dem Durchschnitt von 27,8 Tagen (Durchschnitt aller Berufstätigen Bund: 17,7 Tage). 

"Die Fehltage liegen bei Pflegekräften weiterhin über dem Niveau von anderen Berufsgruppen," so Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. "Die Zahlen verdeutlichen die andauernde Beanspruchung im Pflegeberuf. Pflegekräfte unterliegen in ihrem Tätigkeitsbereich einer starken physischen als auch psychischen Beanspruchung", so Austenat-Wied. Tatsächlich waren im vergangenen Jahr im Land 7,3 Fehltage von Pflegekräften auf psychische Erkrankungen zurückzuführen, 6,2 Fehltage waren Erkrankungen des Atmungssystems geschuldet und ebenfalls 6,2 Fehltage kamen durch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zustande.

TK unterstützt bei gesundem Arbeiten in der Pflege

"Unsere Pflegefachkräfte in diesem Land geben Tag für Tag alles, häufig zulasten ihrer eigenen Gesundheit. Damit sie diesen wertvollen Beruf langfristig und gesund ausüben können, müssen wir ein Arbeitsumfeld schaffen, das Belastungen mindert, Wertschätzung spürbar macht und klare Perspektiven bietet. Nur so reduzieren wir Fehlzeiten, gewinnen neue qualifizierte Pflegekräfte und sichern gleichzeitig die pflegerische Versorgung in Zeiten des demografischen Wandels," betont Austenat-Wied.

Die TK verfolgt das Ziel, ihren gesetzlichen Auftrag zur Prävention im Pflegebereich aktiv zu gestalten und damit ein zukunftsfähiges Pflegesystem sowie eine gesundes Arbeitsumfeld zu fördern. Sie unterstützt stationäre, teilstationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen sowie Kliniken beim Aufbau von gesundheitsfördernden Maßnahmen und Strukturen, die sowohl die Beschäftigten als auch die Pflegebedürftigen entlasten. Im Rahmen der Präventionsförderung erhalten teilnehmende Pflegeeinrichtungen eine individuelle Beratung und Förderung von der TK, um ein nachhaltiges Betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen. Schwerpunkte liegen dabei auf Themen wie Teambildung, gesundes Führungsverhalten, Stress- und Gewaltprävention sowie Bewegung und ergonomische Arbeitsgestaltung.

Weitere Informationen zur nachhaltigen Etablierung gesundheitsfördernder Strukturen im Pflegealltag bietet das  TK-Portal "Gesunde Pflege ".