Digitalisierung der Krankenhäuser: Saarländische Kliniken machen Boden gut
Pressemitteilung aus Saarland
Saarbrücken, 17. August 2026. Die saarländischen Krankenhäuser werden immer digitaler. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Studie "DigitalRadar Krankenhaus", die im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt wurde und den digitalen Reifegrad der Kliniken untersucht. Demnach sind die saarländischen Krankenhäuser digital deutlich besser aufgestellt als noch vor fünf Jahren.
Saarland auf Rang elf
Der sogenannte DigitalRadar-Score ist an der Saar in diesem Zeitraum von 29,2 auf 53,3 gestiegen (Maximalpunktzahl 100). Damit liegen die saarländischen Häuser im Ländervergleich nun auf Rang elf (zuvor 15). Besonders mit Blick auf die Verbesserungen zeigt sich die positive Entwicklung: Ein Plus von 24,1 Punkten bedeutet bundesweit Rang drei. Schaut man sich die relative Verbesserung an, liegt das kleine Bundesland mit einer Steigerung von 82,5 Prozent sogar auf Platz zwei.
"Der DigitalRadar Krankenhaus liefert wichtige Erkenntnisse zum digitalen Reifegrad der Kliniken. Es freut mich, dass die saarländischen Krankenhäuser die vergangenen Jahre genutzt haben, um ihre digitale Transformation voranzutreiben. Davon profitieren letztlich Patientinnen und Patienten, aber auch die Beschäftigten", erläutert Daniel Konrad, interimistischer Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Bei der Messung des Digitalisierungsgrads der Krankenhäuser nimmt die Studie unter anderem die IT-Sicherheit, klinische Abläufe, telemedizinische Angebote sowie die Einbindung der Patientinnen und Patienten in den Blick. Im Saarland haben 17 Häuser an der Befragung teilgenommen.
Erwartungshaltung wächst
Dass die Häuser sich in diesem Bereich weiterentwickeln, ist dringend notwendig. Kluge und effiziente digitale Prozesse und Abläufe können dazu beitragen, Bürokratie abzubauen und die Mitarbeitenden zu entlasten. Die haben dann wieder mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten. Letztere erwarten in der heutigen Zeit generell mehr komfortable digitale Prozesse - auch im Gesundheitswesen. Für sie werden daher durch digitale Terminbuchungen, Patientenformularen, Self-Check-In-Lösungen oder Apps, über die sie Informationen zu Terminen oder Befunden erhalten, konkrete Mehrwerte geschaffen.
"Krankenhäuser, die in die Digitalisierung investieren, stellen sich auch wettbewerblich für die Zukunft auf. Bei planbaren Operationen werden moderne Behandlungen und Abläufe immer mehr zu einem wichtigen Entscheidungsgrund für Patientinnen und Patienten. Außerdem kann deren Zufriedenheit erhöht werden, wenn sie mehr partizipieren können und sich besser informiert fühlen", ist sich Konrad sicher.
Rund 47 Millionen Euro für Digitalisierung der Kliniken im Saarland
Bundesweit stehen den Krankenhäusern im Rahmen des bereits im Jahr 2020 verabschiedeten Krankenhauszukunftsgesetzes bis zu 4,3 Milliarden Euro für die Digitalisierung zur Verfügung. Die Bundesländer haben dafür 1,3 Milliarden Euro bereitgestellt. Den saarländischen Kliniken stehen davon etwa 46,8 Millionen Euro zu. Begleitend sieht das Gesetz vor, die Auswirkungen dieser Investitionen auf den Digitalisierungsgrad der Kliniken systematisch zu erfassen. Grundlage dafür ist die DigitalRadar-Studie, deren Ergebnisse inzwischen zum dritten Mal vorliegen. Bundesweit haben 1.531 Krankenhäuser an dieser Erhebung teilgenommen. Die bisher veröffentlichten Berichte des DigitalRadars sind hier abrufbar: https://www.digitalradar-krankenhaus.de/.