Krankenstand im Saarland sinkt leicht, bleibt aber auf hohem Niveau
Pressemitteilung aus Saarland
Saarbrücken, 2. Februar 2026. Die erwerbstätigen Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) im Saarland waren 2025 im Durchschnitt etwas kürzer krankgeschrieben als in den Jahren zuvor. Trotzdem bleiben die Fehlzeiten weiter auf hohem Niveau. Der Krankenstand betrug 5,81 Prozent und lag damit knapp unter dem Vorjahreswert von 5,95 Prozent. Das teilt die TK mit Verweis auf aktuelle Auswertungen mit.
Im Durchschnitt fehlte eine TK-versicherte Erwerbsperson im Saarland 2025 damit 21,2 Tage am Arbeitsplatz. Der Bundesdurchschnitt lag mit 18,6 Fehltagen deutlich darunter. In den Vorjahren waren es an der Saar noch 21,8 (2024) beziehungsweise 22,1 Tage (im Rekordjahr 2023) gewesen. Psychische Diagnosen haben dabei mit durchschnittlich 4,6 Fehltagen die meisten Fehlzeiten je Erwerbsperson verursacht. Danach folgen Erkältungsdiagnosen mit 4,5 und Muskel-Skelett-Erkrankungen mit rund drei Fehltagen.
Falscher Fokus bei Diskussionen
"Die aktuelle Diskussion um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung setzt einen falschen Schwerpunkt. Durch die Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Jahr 2023 haben wir einen vollständigen Blick auf die Fehlzeiten und müssen die richtigen Schlüsse daraus ziehen", erläutert Daniel Konrad, interimistischer Leiter der TK-Landesvertretung Saarland. Er ergänzt: "Wir müssen langfristige Erkrankungen viel stärker in den Fokus nehmen. Denn obwohl diese bundesweit nur 3,5 Prozent der Fälle ausmachen, sind sie für 44,8 Prozent aller Fehltage verantwortlich."
Langzeitkrankschreibungen machen Großteil der Fehltage aus
Unternehmen können Gesundheit der Belegschaft beeinflussen
Aus Sicht der TK sind daher unter anderem auch die Unternehmen gefordert. Mit gezieltem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) kann viel für die Gesundheit der Beschäftigten erreicht werden. "Natürlich spielen auch klassische ergonomische Maßnahmen eine wichtige Rolle. Aber Wertschätzung, Vertrauen und stressreduzierende Arbeitsabläufe tragen stark zu mehr Wohlbefinden der Belegschaft bei und leisten damit auch einen Beitrag für die Gesundheit und gegen steigende Krankenstände", so Konrad.
Hinweis für die Redaktion
Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2026. Grundlage dafür bilden die rund 6,2 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger) - im Saarland sind es rund 50.000, Stand: Januar 2026. Die TK unterstützt Unternehmen mit individuellen Angeboten bei der Durchführung eines professionellen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Weitere Infos gibt es auf dem Firmenkundenportal der TK .