Wie schaffen wir es, Gesundheit nicht nur zu behandeln, sondern wirklich zu gestalten?

Mehr Ehrlichkeit, mehr Solidarität: Was braucht unser Gesundheitswesen?

Wie ehrlich sind wir eigentlich, wenn wir über Herausforderungen im Gesundheitswesen sprechen? Und wie viel Solidarität braucht es, damit eine verlässliche Versorgung gerade im ländlichen Raum gelingt?

Christine Klingohr macht deutlich, welche Rolle die sektorenübergreifende Zusammenarbeit spielt: Wie müssen Krankenhäuser, ambulante Versorgung, Pflege und Mobilitätsangebote zusammenspielen, damit Menschen sich gut versorgt fühlen?

Einsamkeit als Gesundheitsrisiko

Wie sehr beeinflusst Einsamkeit unsere Gesundheit, nicht nur im hohen Alter, sondern auch bei jungen Menschen? Und reicht Medizin allein aus, um dieser Herausforderung zu begegnen?

Christine Klingohr schildert eindrücklich wie soziale und vor allem regionale Netzwerke eine Antwort auf Einsamkeit sein können. Medizin allein, kann laut Klingohr keine alleinige Lösung darstellen. Welche regionalen Projekte und Vereine gibt es in M-V, die das Leben in einer Gemeinschaft ganz ohne Hürden und vor allem im Alltag erleichtern können oder ein Gefühl des "Miteinanders" geben?

Gesund­heits­ver­sor­gung in Meck­len­burg-Vorpom­mern: Ein Gespräch mit Chris­tine Klingohr

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Vom Reparaturbetrieb zum Präventionsland: Schaffen wir den Perspektivwechsel?

Klingohr beschreibt im Podcast ihren gesundheitspolitischen Anspruch sehr klar: "Wir sind ja irgendwie eine Reparaturwerkstatt. Wir gehen erst zum Arzt, wenn wir etwas haben. Wir kommen ins Krankenhaus, wenn etwas ansteht, was wir an uns, mit uns reparieren lassen müssen. Aber was tun wir dafür, dass es uns gut geht, dass es uns vor allem langfristig gut geht?"

Prävention und Gesundheitsförderung sollten, laut Klingohr, an erster Stelle stehen. Menschen sollten in allen Lebensphasen, von der Kita über Schule und Erwerbsleben bis ins hohe Alter dabei unterstützt werden, gesund zu bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern ist dafür bereits viel bewegt worden. Es ist aber auch noch Luft nach oben.

Im Gespräch geht es um zentrale Fragen: Wie kann Prävention so gestaltet werden, dass sie auch für Unternehmen wirtschaftlich attraktiv ist? Welche Bedeutung haben gesunde Arbeitsbedingungen, wenn es darum geht, Krankheitstage langfristig zu reduzieren? Und wie früh im Lebenslauf müssen wir ansetzen, damit sich das Bild vom "Reparaturbetrieb" wirklich nachhaltig verändert?

Gesundheitspolitik als Erzählung des Gelingens

Am Ende der Podcastfolge steht eine grundlegende Frage im Raum: Wie wollen wir in einigen Jahren über Gesundheitspolitik sprechen? Als permanente Krisenbewältigung oder als Erzählung des Gelingens?

Für Christine Klingohr ist Gesundheitspolitik weit mehr als die Organisation von medizinischer Versorgung. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern, agieren unterschiedliche Bereiche miteinander: Der soziale Zusammenhalt, medizinische Versorgung und die Frage nach Bewegung sowie der Einsatz im Ehrenamt. 

Damit Gesundheitspolitik funktioniert, ist für Christine Klingohr klar: "Sektoren sind die Bindeglieder. Sie sind der Schlüssel, um die Gesundheitsversorgung in diesem Land gut aufzustellen. Wir sind alle unterwegs für den Patienten und die Patientin. Manchmal lassen wir das außer Acht und sollten uns dessen wieder mehr bewusst sein."

Sie steht für eine Kultur des Miteinanders, in der Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Reinhören lohnt sich.

Manon Auste­nat-Wied mit Chris­tine Klingohr (SPD)

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